"In der nächsten Woche steht Ihnen was Großes bevor" - so oder so ähnlich lautete mein Horoskop in der Fensehzeitschrift, das ich letzte Woche gelesen habe. Das klang ja ganz gut. Leider wusste ich da noch nicht, dass eine "größere Krankheit" damit gemeint war :-(.
Dass es was Größeres war, kann man vermutlich schon der Tatsache entnehmen, dass ich hochoffiziell eine Krankschreibung bekommen habe. Als Freiberufler nutzt mir das ja erst mal wenig, weswegen ich mir so ein Papier nur dann ausstellen lasse, wenn zumindest eine statistisch relevante Wahrscheinlichkeit besteht, dass das Ganze länger als sechs Wochen dauert. Was in den letzten 14 Jahren seit dem Ende meines Studiums noch nie vorgekommen ist.
Wie auch immer - im Moment sieht alles gut aus. Ich kann schon wieder stundenweise eine Brille anziehen und vor dem Rechner sitzen. Meine Krankschreibung kann ich hoffentlich nächste Woche schon ad acta legen. Und meine länger gebuchte Reise in zwei Wochen kann ich vermutlich auch antreten, wenn alles so weiter so gut läuft wie bisher.
Trotzdem, eine "große Woche" hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt.
Donnerstag, 14. März 2013
Montag, 4. März 2013
Und ...
... der zweite Roman ist aus dem Haus! Ich würde gerne sagen, damit liegen alle Termine hinter mir. Aber ein wenig Kleinkram bleibt noch zu erledigen, und für den Termindruck sorgt allein schon die Summe der Kleinigkeiten und der Osterurlaub, den ich mir am 27. fest eingeplant habe. Bis dahin muss ein Kurzroman fertig werden, ein bis zwei Computer sind einzurichten ... und beim "Backoffice" liegt auch einiges an :-(
Dennoch wird es erst mal ruhiger hier, nach den hektischen drei letzten Monaten.
Das ist auch nötig. Denn leider musste ich feststellen, dass die letzte Zeit Spuren bei meinem Blutdruck hinterlassen hat :-O. Oder liegt das eher daran, dass mein Sportpensum sehr gelitten hat, nachdem vor einem Jahr meine Karate-Gruppe geschlossen wurde? Also habe ich auch noch mehr Sport und Entspannung auf meinen Terminkalender gesetzt.
Und frage mich gerade, ob das jetzt einen Widerspruch in sich darstellt ...
Dennoch wird es erst mal ruhiger hier, nach den hektischen drei letzten Monaten.
Das ist auch nötig. Denn leider musste ich feststellen, dass die letzte Zeit Spuren bei meinem Blutdruck hinterlassen hat :-O. Oder liegt das eher daran, dass mein Sportpensum sehr gelitten hat, nachdem vor einem Jahr meine Karate-Gruppe geschlossen wurde? Also habe ich auch noch mehr Sport und Entspannung auf meinen Terminkalender gesetzt.
Und frage mich gerade, ob das jetzt einen Widerspruch in sich darstellt ...
Donnerstag, 21. Februar 2013
Einer hin, zwei im Sinn ...
Dieser Winter hat mich kräftig am Kragen. Schon lange, bevor die Grippewelle in den Zeitungen verkündet wurde, haben die ersten Viren mich erwischt. Keine Grippe, dagegen bin ich sogar geimpft. Aber dafür eine recht zähe Erkältung, die ich nie richtig losgeworden bin. Das war schon ein recht übler Schlag in meine Arbeitszeitplanung.
Dennoch gibt es heute mal wieder ein abgeschlossenes Projekt zu verkünden: Endlich habe ich meinen nächsten Roman vom Schreibtisch! Jetzt noch einen fremden Roman bearbeiten, dann steht schon der nächste Kurzroman an, der schnellstmöglich fertig gestellt werden muss ... Und bis dahin hat sich vermutlich schon wieder was angesammelt :-/.
Man sieht schon, hier stapelt sich immer noch genug Arbeit.
Trotzdem, ein dicker Batzen ist heute erst mal rausgegangen. Frühling und Reisezeit rücken näher, und dann werde ich sicher auch die Erkältung endlich los. Heute sieht der Stress also schon etwas weniger aus, und das ist auch ein Grund zum Feiern.
Dennoch gibt es heute mal wieder ein abgeschlossenes Projekt zu verkünden: Endlich habe ich meinen nächsten Roman vom Schreibtisch! Jetzt noch einen fremden Roman bearbeiten, dann steht schon der nächste Kurzroman an, der schnellstmöglich fertig gestellt werden muss ... Und bis dahin hat sich vermutlich schon wieder was angesammelt :-/.
Man sieht schon, hier stapelt sich immer noch genug Arbeit.
Trotzdem, ein dicker Batzen ist heute erst mal rausgegangen. Frühling und Reisezeit rücken näher, und dann werde ich sicher auch die Erkältung endlich los. Heute sieht der Stress also schon etwas weniger aus, und das ist auch ein Grund zum Feiern.
Freitag, 4. Januar 2013
Geld und Verantwortung
Wenn Kanzlerkandidat Steinbrück sich über die niedrigen Kanzler-Gehälter beklagt, dann klingt das im ersten Augenblick politisch ungeschickt, aber irgendwie nachvollziehbar. Und so fiel auch weitestgehend das Urteil in der Presse aus. Nachvollziehbar ist es ja schon, dass ein Kanzler, der immerhin »ganz Deutschland managen« soll, dafür genauso verdienen sollte wie ein Sparkassen-Chef mit viel geringerer Verantwortung.
Habe ich im ersten Augenblick auch gedacht. Aber je länger ich darüber nachdenke, umso mehr muss ich davon abrücken. Steinbrücks Aussage, dass der Kanzler aufgrund seiner größeren »Verantwortung« nicht weniger verdienen sollte als ein Firmenboss in der Wirtschaft, ist nicht nur politisch ungeschickt - sie auch einfach falsch.
Der erste Grund dafür liegt im Gehalt der Firmenbosse begründet: Noch vor einem Jahrzehnt wurde allgemein beklagt, dass die Manager in Deutschland international zu wenig verdienen, und dass darum Spitzenkräfte aus Deutschland abwandern. Mit dieser Begründung wurden die Gehälter für Manager erhöht ... und erhöht ... und erhöht. Bis sie inzwischen, gemäß der letzten Studie, die ich zu diesem Thema gelesen habe, im internationalen Vergleich zu den höchsten gehören. Und weit höher sind, als nötig wäre, um Führungskräfte zu halten ... von der Frage, wie angemessen sie sind, mal ganz abgesehen; denn man kann davon ausgehen, dass auch die schlechter bezahlten Führungskräfte im Ausland sich schon recht satte Aufschläge gönnen.
Also: Nicht der Kanzler verdient zu wenig verglichen mit den Führungskräften der Wirtschaft; ganz im Gegenteil verdienen die Manager zu viel. Der Vergleich des Kanzlergehalts mit den Bezügen der Wirtschaft, die den Bereich des Anständigen längst verlassen haben, verbietet sich also ganz von selbst. Gerade, wer so ein verantwortungsvolles Amt wie das des Kanzlers anstrebt ... sollte die Selbstbedienungsmentalität zumindest ein bisschen besser kaschieren und nicht gleich öffentlich als Vorbild heranziehen.
Der zweite Punkt ist die Verantwortung. Unter Verantwortung verstehe ich nicht nur, dass man viel bestimmen kann und viel Einfluss hat, sondern dass man auch für Fehler geradestehen muss - sprich, die Verantwortung übernimmt.
Was das betrifft, fällt mir kaum ein Beruf ein, wo das weniger ausgeprägt wäre als bei Politikern. Man trifft Entscheidungen, die das Schicksal aller Bürger betreffen, man jongliert mit Milliarden - und wenn's mal nicht so läuft, wie erhofft, dann hat man damit plötzlich gar nichts mehr zu tun. Vielleicht entlässt man mal einen Staatssekretär, oder einen Generalinspekteur, und schiebt denen die Verantwortung zu. Oder, wenn's ganz Dicke kommt, macht man sich mit einem fetten Ehrensold oder einem - ups! - gut dotierten Versorgungs-Managerposten vom Acker.
Als eine der teuersten Fehlkonstruktionen erweist sich derzeit die Einführung des Euros. Nicht wegen unvorhersehbarer Schwierigkeiten, sondern aufgrund von Problemen, die bei der Einführung schon von Kritikern angesprochen wurden. Die Politiker, die sich damals darüber hinwegsetzten und verantwortlich waren, sehe ich heute trotzdem nicht in der vordersten Reihe der Zahler.
Die Lorbeeren für das Vertragswerk nehmen sie gerne mit in den Ruhestand. Die Probleme ... ja, wer wird denn so kleinlich sein.
Sprich: In der Praxis vermisse ich ein wenig die große Verantwortung, für die einem Kanzler ein größeres Gehalt zustünde.
Mein Fazit ist also: Steinbrück hat irgendwo doch recht. Im Konjunktiv gedacht: Wenn Politiker mehr Verantwortung übernähmen, dann wäre das wohl auch ein größeres Gehalt wert. Mein Vorschlag wäre also, das eine zusammen mit dem anderen einzuführen. Mehr Geld für den Kanzler - aber dafür wird er für jede Entscheidung seiner Amtszeit finanziell in vollem Umfang haftbar gemacht und haftet mit seinem Privatvermögen für alles, was sich nicht so schön entwickelt, wie er es bei Einführung vorgerechnet hat.
Diese Regelung darf man gerne auch auf jeden anderen Politiker ausdehnen. Wer ein öffentliches Bauprojekt befürwortet und einen Kostenplan dafür vorlegt, der zahlt jede Budgetüberschreitung aus eigener Tasche. Wer ein Gesetz durchbringt und nur die Vorteile nennt - der zahlt später Schadensersatz, wenn die Vorteile nicht eintreten oder erwartbare, aber verschwiegene Nachteile zutage treten.
Wenn so eine Regelung kommt, dann bin ich auch für eine saftige Erhöhung der Gehälter. Gerne auch in unanständige Höhen - für die Gesellschaft kann es nur gut sein, wenn die Politiker jeden Fehler am eigenen Geldbeutel spüren; und wenn die Politiker, die einen guten Job machen, dafür reich werden können, sei es ihnen auch gegönnt.
Aber solange das nicht so ist, solange die Politiker nur entscheiden, aber für Fehler nicht verantwortlich sind und nicht geradestehen müssen ... ist ein Beamtengehalt absolut angemessen, und nicht der Vergleich zur freien Wirtschaft.
Habe ich im ersten Augenblick auch gedacht. Aber je länger ich darüber nachdenke, umso mehr muss ich davon abrücken. Steinbrücks Aussage, dass der Kanzler aufgrund seiner größeren »Verantwortung« nicht weniger verdienen sollte als ein Firmenboss in der Wirtschaft, ist nicht nur politisch ungeschickt - sie auch einfach falsch.
Der erste Grund dafür liegt im Gehalt der Firmenbosse begründet: Noch vor einem Jahrzehnt wurde allgemein beklagt, dass die Manager in Deutschland international zu wenig verdienen, und dass darum Spitzenkräfte aus Deutschland abwandern. Mit dieser Begründung wurden die Gehälter für Manager erhöht ... und erhöht ... und erhöht. Bis sie inzwischen, gemäß der letzten Studie, die ich zu diesem Thema gelesen habe, im internationalen Vergleich zu den höchsten gehören. Und weit höher sind, als nötig wäre, um Führungskräfte zu halten ... von der Frage, wie angemessen sie sind, mal ganz abgesehen; denn man kann davon ausgehen, dass auch die schlechter bezahlten Führungskräfte im Ausland sich schon recht satte Aufschläge gönnen.
Also: Nicht der Kanzler verdient zu wenig verglichen mit den Führungskräften der Wirtschaft; ganz im Gegenteil verdienen die Manager zu viel. Der Vergleich des Kanzlergehalts mit den Bezügen der Wirtschaft, die den Bereich des Anständigen längst verlassen haben, verbietet sich also ganz von selbst. Gerade, wer so ein verantwortungsvolles Amt wie das des Kanzlers anstrebt ... sollte die Selbstbedienungsmentalität zumindest ein bisschen besser kaschieren und nicht gleich öffentlich als Vorbild heranziehen.
Der zweite Punkt ist die Verantwortung. Unter Verantwortung verstehe ich nicht nur, dass man viel bestimmen kann und viel Einfluss hat, sondern dass man auch für Fehler geradestehen muss - sprich, die Verantwortung übernimmt.
Was das betrifft, fällt mir kaum ein Beruf ein, wo das weniger ausgeprägt wäre als bei Politikern. Man trifft Entscheidungen, die das Schicksal aller Bürger betreffen, man jongliert mit Milliarden - und wenn's mal nicht so läuft, wie erhofft, dann hat man damit plötzlich gar nichts mehr zu tun. Vielleicht entlässt man mal einen Staatssekretär, oder einen Generalinspekteur, und schiebt denen die Verantwortung zu. Oder, wenn's ganz Dicke kommt, macht man sich mit einem fetten Ehrensold oder einem - ups! - gut dotierten Versorgungs-Managerposten vom Acker.
Als eine der teuersten Fehlkonstruktionen erweist sich derzeit die Einführung des Euros. Nicht wegen unvorhersehbarer Schwierigkeiten, sondern aufgrund von Problemen, die bei der Einführung schon von Kritikern angesprochen wurden. Die Politiker, die sich damals darüber hinwegsetzten und verantwortlich waren, sehe ich heute trotzdem nicht in der vordersten Reihe der Zahler.
Die Lorbeeren für das Vertragswerk nehmen sie gerne mit in den Ruhestand. Die Probleme ... ja, wer wird denn so kleinlich sein.
Sprich: In der Praxis vermisse ich ein wenig die große Verantwortung, für die einem Kanzler ein größeres Gehalt zustünde.
Mein Fazit ist also: Steinbrück hat irgendwo doch recht. Im Konjunktiv gedacht: Wenn Politiker mehr Verantwortung übernähmen, dann wäre das wohl auch ein größeres Gehalt wert. Mein Vorschlag wäre also, das eine zusammen mit dem anderen einzuführen. Mehr Geld für den Kanzler - aber dafür wird er für jede Entscheidung seiner Amtszeit finanziell in vollem Umfang haftbar gemacht und haftet mit seinem Privatvermögen für alles, was sich nicht so schön entwickelt, wie er es bei Einführung vorgerechnet hat.
Diese Regelung darf man gerne auch auf jeden anderen Politiker ausdehnen. Wer ein öffentliches Bauprojekt befürwortet und einen Kostenplan dafür vorlegt, der zahlt jede Budgetüberschreitung aus eigener Tasche. Wer ein Gesetz durchbringt und nur die Vorteile nennt - der zahlt später Schadensersatz, wenn die Vorteile nicht eintreten oder erwartbare, aber verschwiegene Nachteile zutage treten.
Wenn so eine Regelung kommt, dann bin ich auch für eine saftige Erhöhung der Gehälter. Gerne auch in unanständige Höhen - für die Gesellschaft kann es nur gut sein, wenn die Politiker jeden Fehler am eigenen Geldbeutel spüren; und wenn die Politiker, die einen guten Job machen, dafür reich werden können, sei es ihnen auch gegönnt.
Aber solange das nicht so ist, solange die Politiker nur entscheiden, aber für Fehler nicht verantwortlich sind und nicht geradestehen müssen ... ist ein Beamtengehalt absolut angemessen, und nicht der Vergleich zur freien Wirtschaft.
Dienstag, 1. Januar 2013
Day-Zero-Project
Das neue Jahr hat begonnen, und diesmal starte ich auch mal mit guten Vorsätzen. Nicht ganz, denn die Vorsätze sind nicht wirklich aufs Jahr bezogen: Ich habe mir gleich einen »Knapp-drei-Jahresplan« erstellt.
Vor einigen Wochen wurde ich über ein Forum auf die Aktion »101 Dinge in 1001 Tagen« aufmerksam. Das klang so interessant, dass ich mir auch eine Liste mit derlei »Dingen« zusammenstellen wollte. Die ursprüngliche Idee dazu ist schon etwas älter und stammt vom so genannten »Day-Zero-Projekt« - mehr konnte ich darüber allerdings nicht herausfinden, weil die Originalseite offline ist. Wie gesagt ... etwas älter.
Aber nicht schlimm. Hier geht's ja um meine persönliche Umsetzung. 101 Dinge zu finden, die ich in knapp drei Jahren erledigen will, war dann doch nicht so einfach. Das ist doch eine Menge Stoff. Das Aufstellen der Liste hat also eine Weile gedauert, und ich habe immer noch ein paar Slots frei - ich will ja flexibel bleiben und mich nicht gleich für drei Jahre komplett festlegen.
Jetzt stehen dort Zwei-Tages-Projekte wie gewisse Bücher lesen neben »Dingen«, die zumindest drei volle Arbeitsmonate in Anspruch nehmen. Aber darauf kommt es nicht an. Wichtig ist vor allem: Wenn ich die Liste abarbeiten kann, schaffe ich endlich mal eine Menge, was ich schon lange vor mir herschiebe. Von häuslichen Renovierungen bis zur Abarbeitung meines Bücherstapels. Und die Liste ist machbar, erfordert allerdings ein wenig mehr Disziplin, als ich gemeinhin aufbringe.
Und der erste Tag meines neuen »Abarbeitungs-Planes« ist heute ... Eher zufällig, weil das Enddatum der 1001 Tage sich schlicht leichter berechnen lässt, wenn man mit dem neuen Jahr startet. So bin ich also ganz nebenbei an Silvestervorsätze gelangt, die mich noch fast bis Oktober 2015 begleiten werden (buchstäblich, denn die Liste klebt an meiner Schrankwand).
Und, nein: Regelmäßigere Updates fürs Blog stehen nicht darauf - die Aktion fordert nämlich klar definierte und abzählbare Ziele. Und so ein Blog ist ja eine stetig wiederkehrende Herausforderung und nichts, was man einfach mal »anpacken, abarbeiten und abschließen« könnte. Da muss ich mich also weiterhin selbst motivieren ... und dann und wann vermelden, wie's so vorangeht mit den »101 Zielen«.
Vor einigen Wochen wurde ich über ein Forum auf die Aktion »101 Dinge in 1001 Tagen« aufmerksam. Das klang so interessant, dass ich mir auch eine Liste mit derlei »Dingen« zusammenstellen wollte. Die ursprüngliche Idee dazu ist schon etwas älter und stammt vom so genannten »Day-Zero-Projekt« - mehr konnte ich darüber allerdings nicht herausfinden, weil die Originalseite offline ist. Wie gesagt ... etwas älter.
Aber nicht schlimm. Hier geht's ja um meine persönliche Umsetzung. 101 Dinge zu finden, die ich in knapp drei Jahren erledigen will, war dann doch nicht so einfach. Das ist doch eine Menge Stoff. Das Aufstellen der Liste hat also eine Weile gedauert, und ich habe immer noch ein paar Slots frei - ich will ja flexibel bleiben und mich nicht gleich für drei Jahre komplett festlegen.
Jetzt stehen dort Zwei-Tages-Projekte wie gewisse Bücher lesen neben »Dingen«, die zumindest drei volle Arbeitsmonate in Anspruch nehmen. Aber darauf kommt es nicht an. Wichtig ist vor allem: Wenn ich die Liste abarbeiten kann, schaffe ich endlich mal eine Menge, was ich schon lange vor mir herschiebe. Von häuslichen Renovierungen bis zur Abarbeitung meines Bücherstapels. Und die Liste ist machbar, erfordert allerdings ein wenig mehr Disziplin, als ich gemeinhin aufbringe.
Und der erste Tag meines neuen »Abarbeitungs-Planes« ist heute ... Eher zufällig, weil das Enddatum der 1001 Tage sich schlicht leichter berechnen lässt, wenn man mit dem neuen Jahr startet. So bin ich also ganz nebenbei an Silvestervorsätze gelangt, die mich noch fast bis Oktober 2015 begleiten werden (buchstäblich, denn die Liste klebt an meiner Schrankwand).
Und, nein: Regelmäßigere Updates fürs Blog stehen nicht darauf - die Aktion fordert nämlich klar definierte und abzählbare Ziele. Und so ein Blog ist ja eine stetig wiederkehrende Herausforderung und nichts, was man einfach mal »anpacken, abarbeiten und abschließen« könnte. Da muss ich mich also weiterhin selbst motivieren ... und dann und wann vermelden, wie's so vorangeht mit den »101 Zielen«.
Samstag, 15. Dezember 2012
Hobbit
Heute haben wir den neuen Hobbit geguckt. Als altgediente Tolkien-Fans war das ausnahmsweise mal ein Film, den wir gleich am Anfang sehen mussten. Was auch erstaunlich unproblematisch war, denn voll war das Kino nicht. Und als 3D-Fans natürlich auch in 3D. Was auch erstaunlich unproblematisch war - nachdem es doch hieß, dass die höhere Framerate zwar für bessere Bilder sorgt, aber manchem auch Probleme bereitet.
Nun, die Bilder war großartig; Probleme gab es nicht.
Was den Gesamteindruck betrifft, kann ich inzwischen beide Seiten im "Kritikerstreit" nachvollziehen. Der ein oder andere hat es ja vielleicht mitbekommen, dass sich an dem Film die Gemüter spalten: Die einen finden ihn großartig, die anderen zu lang.
Und in der Tat hatte man häufiger das Gefühl, dass es dem Film nicht geschadet hätte, an der ein oder anderen Stelle zu kürzen. Manches, was sehr buchgetreu war, erschien so, als wäre es für den Film nicht mehr nötig gewesen; und manches, was Jackson hinzugefügt hat, hätte auch nicht unbedingt sein gemusst - ich bin ja ohnehin nicht so der Fan von Jacksons Angewohnheit, alles extradick aufzutragen.
Andererseits, der Film war auch niemals langweilig, es passierte immer etwas, und die Wiedererkennungs-Effekte für die Buchfans waren auch alle sehr gut umgesetzt. Und, wie gesagt, die Optik war, wie schon beim Herrn der Ringe, zu jeder Zeit grandios. Ein bisserl gewollt-ernsthaft für einen Stoff, der im Grunde ja eine Kinderbuchverfilmung ist, sowohl von den Bildern her wie auch vom "Raunen" im Hintergrund; aber das hat dem Film letztendlich nicht geschadet, sondern ihn einfach ein wenig näher an den Herrn der Ringe geschoben ...
Mein Fazit also: Nicht die runde, epische Sache, die die "Herr der Ringe"-Verfilmung trotz mancher Schwächen am Ende doch geworden ist. Aber in jedem Fall ein kurzweiliger Fantasy-Film mit viel Action und eben jenen Bildern, die man beim HdR schon bewundern konnte. Vielleicht finden wir die Zeit, ihn noch ein weiteres Mal im Kino zu sehen - und in jedem Fall freuen wir uns schon auf die Fortsetzungen und auch auf die DVD-Releases.
Nun, die Bilder war großartig; Probleme gab es nicht.
Was den Gesamteindruck betrifft, kann ich inzwischen beide Seiten im "Kritikerstreit" nachvollziehen. Der ein oder andere hat es ja vielleicht mitbekommen, dass sich an dem Film die Gemüter spalten: Die einen finden ihn großartig, die anderen zu lang.
Und in der Tat hatte man häufiger das Gefühl, dass es dem Film nicht geschadet hätte, an der ein oder anderen Stelle zu kürzen. Manches, was sehr buchgetreu war, erschien so, als wäre es für den Film nicht mehr nötig gewesen; und manches, was Jackson hinzugefügt hat, hätte auch nicht unbedingt sein gemusst - ich bin ja ohnehin nicht so der Fan von Jacksons Angewohnheit, alles extradick aufzutragen.
Andererseits, der Film war auch niemals langweilig, es passierte immer etwas, und die Wiedererkennungs-Effekte für die Buchfans waren auch alle sehr gut umgesetzt. Und, wie gesagt, die Optik war, wie schon beim Herrn der Ringe, zu jeder Zeit grandios. Ein bisserl gewollt-ernsthaft für einen Stoff, der im Grunde ja eine Kinderbuchverfilmung ist, sowohl von den Bildern her wie auch vom "Raunen" im Hintergrund; aber das hat dem Film letztendlich nicht geschadet, sondern ihn einfach ein wenig näher an den Herrn der Ringe geschoben ...
Mein Fazit also: Nicht die runde, epische Sache, die die "Herr der Ringe"-Verfilmung trotz mancher Schwächen am Ende doch geworden ist. Aber in jedem Fall ein kurzweiliger Fantasy-Film mit viel Action und eben jenen Bildern, die man beim HdR schon bewundern konnte. Vielleicht finden wir die Zeit, ihn noch ein weiteres Mal im Kino zu sehen - und in jedem Fall freuen wir uns schon auf die Fortsetzungen und auch auf die DVD-Releases.
Dienstag, 27. November 2012
Experten in der Kurzschlussfalle
Bei all den Lebensmittelskandalen in der letzten Zeit hört man immer wieder denselben Spruch: Der Kunde ist selbst schuld, er will die Lebensmittel immer nur billig haben und muss sich dann nicht wundern, wenn er Schrott bekommt.
Genau diese Begründung habe ich letztens erst in einem Sachbuch gelesen. Als Beispiel wurde der Dioxin-Skandal genannt, und der Autor stellte die Frage: Warum kauft der Kunde nicht dann und wann die teureren Bio-Eier? Bei den Billigeiern für ein paar Cent müsse er sich ja nicht wundern, wenn da Gift drin wäre.
Nette Schlussfolgerung. Problem dabei: Gerade die Bio-Eier (und Eier aus Freilandhaltung) waren vom Dioxin besonders betroffen, weil es nämlich über belastete Böden ins Essen geriet. Wer billige Stall-Eier kaufte, war hingegen auf der sicheren Seite.
Das ist kein Einzelfall. So zu erfahren gerade erst wieder bei der Ölpest in Adventskalendern. Sofort lese ich den ersten Leserbrief in der Zeitung: Verbraucher selbst schuld, immer nur die billigste Schokolade, blablabla. Pech nur, dass gerade die beiden teuersten Kalender unter den am höchsten belasteten waren.
So läuft es immer. Trotzdem wird bei jedem neuen Skandal dieser Zusammenhang zwischen Preis der Lebensmittel und deren Belastung gepredigt. Und das nicht nur in Leserbriefen, sondern sogar von Fachbuchautoren und aus der Politik. Dass dann auch regelmäßig Beispiele genannt werden, die genau das Gegenteil belegen, zeigt deutlich, dass diese selbsternannten »Experten« gar nicht so genau hinschauen und sich nicht weiter um die Tatsachen kümmern, wenn sie viel lieber ihre ideologische Meinung verkünden möchten.
Die Wahrheit bei all diesen Skandalen sieht leider so aus: Lebensmittel werden nicht billiger, weil jemand Gift da reintut. Darum sind die billigen Lebensmittel auch nicht stärker vergiftet als die teueren. Lebensmittel sind belastet, wenn sich keiner darum kümmert, die Qualität zu überprüfen und Belastungen vom Markt fernzuhalten.
Bessere Lebensmittel bekommt man also nur durch mehr Kontrollen, nicht durch höhere Preise. Das lässt am Ende die Lebensmittel vielleicht teurer werden - aber die Kontrolle muss zuerst da sein und ist dann selbst in den billigsten Preisen schon mit eingerechnet. Mehr zu zahlen, als man muss, bringt also gar nichts ... Es sei denn natürlich für die Art von Qualität, die man selbst sehen kann oder die transparent zertifiziert ist.
Genau diese Begründung habe ich letztens erst in einem Sachbuch gelesen. Als Beispiel wurde der Dioxin-Skandal genannt, und der Autor stellte die Frage: Warum kauft der Kunde nicht dann und wann die teureren Bio-Eier? Bei den Billigeiern für ein paar Cent müsse er sich ja nicht wundern, wenn da Gift drin wäre.
Nette Schlussfolgerung. Problem dabei: Gerade die Bio-Eier (und Eier aus Freilandhaltung) waren vom Dioxin besonders betroffen, weil es nämlich über belastete Böden ins Essen geriet. Wer billige Stall-Eier kaufte, war hingegen auf der sicheren Seite.
Das ist kein Einzelfall. So zu erfahren gerade erst wieder bei der Ölpest in Adventskalendern. Sofort lese ich den ersten Leserbrief in der Zeitung: Verbraucher selbst schuld, immer nur die billigste Schokolade, blablabla. Pech nur, dass gerade die beiden teuersten Kalender unter den am höchsten belasteten waren.
So läuft es immer. Trotzdem wird bei jedem neuen Skandal dieser Zusammenhang zwischen Preis der Lebensmittel und deren Belastung gepredigt. Und das nicht nur in Leserbriefen, sondern sogar von Fachbuchautoren und aus der Politik. Dass dann auch regelmäßig Beispiele genannt werden, die genau das Gegenteil belegen, zeigt deutlich, dass diese selbsternannten »Experten« gar nicht so genau hinschauen und sich nicht weiter um die Tatsachen kümmern, wenn sie viel lieber ihre ideologische Meinung verkünden möchten.
Die Wahrheit bei all diesen Skandalen sieht leider so aus: Lebensmittel werden nicht billiger, weil jemand Gift da reintut. Darum sind die billigen Lebensmittel auch nicht stärker vergiftet als die teueren. Lebensmittel sind belastet, wenn sich keiner darum kümmert, die Qualität zu überprüfen und Belastungen vom Markt fernzuhalten.
Bessere Lebensmittel bekommt man also nur durch mehr Kontrollen, nicht durch höhere Preise. Das lässt am Ende die Lebensmittel vielleicht teurer werden - aber die Kontrolle muss zuerst da sein und ist dann selbst in den billigsten Preisen schon mit eingerechnet. Mehr zu zahlen, als man muss, bringt also gar nichts ... Es sei denn natürlich für die Art von Qualität, die man selbst sehen kann oder die transparent zertifiziert ist.
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