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Donnerstag, 11. März 2021
2. Staatsexamen
20 Jahre nach Studienende habe ich nun doch meine Lehrerausbildung abgeschlossen. Das letzte Jahr und ein paar Monate dazu habe ich also wieder nach dem Motto verbracht »Schlaf wird überschätzt« ... genau wie alles andere außer Schule und Lehrerseminar, denn dafür blieb keine Zeit.
Aber, hurra: Jetzt liegt die Prüfung hinter mir, und das Leben geht weiter: Endlich wieder soziales Leben, Freunde treffen, Feiern, Reisen und ... Moment.
Da war doch was?
Stimmt, Corona geht ja noch weiter :-(. Also ändert sich vielleicht doch nicht so viel wie gedacht ...
Freitag, 1. Dezember 2017
Mein Ärger mit Windows 10
Oft genug habe ich erwähnt, dass ich eigentlich keine 10 Minuten vor einem neuen Windows-System sitzen kann, ohne mich zu ärgern. Wenn man mich allerdings nach einem
Beispiel fragt, fällt mir meist nichts ein - meist entzündet sich der Ärger an überflüssigen Kleinigkeiten, die viel Zeit kosten, deren konkreten Anlass und Ablauf ich aber genauso schnell vergesse, wenn’s vorbei ist. Nur der Ärger bleibt.
Also habe ich mir gedacht, ich halte den letzten Fall hier mal fest, bevor er sich in meinem Gedächtnis wieder auflöst und ich in der nächsten Diskussion wieder nur die unbefriedigende Auskunft geben kann, dass ich Windows 10 schlecht finde und es einfach nicht rund läuft.
An unserem Beamer haben wir einen Windows-10-NUC angeschlossen - Windows 10 gab’s halt umsonst dazu und ich dachte mir, den Rechner will ich eh nur als Smart-TV-nutzen, um Filme zu schauen. Also ist das Betriebssystem doch egal und ich kann alles so lassen, wie es ist, ohne mir zusätzliche Arbeit zu machen ... oder?
Nun, seit gestern bereue ich die Entscheidung.
Das Ganze fing damit an, dass Windows 10 nach dem Filmgucken ein Update installieren wollte. So weit erst mal nicht tragisch - leider war es ein »großes« Update, und nach 10 Minuten stand es weiterhin bei 0 %. Da beschloss ich, dass ich den Beamer nicht so lange laufen lassen will, und hab ihn ausgeschaltet. Der Computer kann sein Update ja auch allein installieren.
Vier Stunden später war er immer noch an, und eigentlich wollte ich ihn nicht dauerhaft laufen lassen. Allerdings wusste ich nicht, ob das Update fertig ist, und mitten im Prozess den Strom abziehen, war mir zu heikel. Leinwand wieder aufstellen, Beamer anschalten, nur um den Rechner runterzufahren - das war mir jedoch auch zu aufwendig.
Zum Glück hatte ich ein hinreichend langes HDMI-Kabel bis zum Fernseher. Und damit fing es dann an, richtig ärgerlich zu werden.
Auf dem Fernseher war zwar ein Bild zu sehen, aber nur ein sekundärer Bildschirm - weder ein Button zum Runterfahren, noch konnte man sehen, ob auf dem Desktop irgendeine Meldung steht, die man beachten muss. Kein Problem, das kenne ich auch unter Linux, wenn man einen zweiten Bildschirm anschließt: Schnell mit der rechten Maustaste die Monitoreinstellungen geöffnet, um die Ausgabe auf den einzigen eingeschalteten Bildschirm zu lenken ... Und nichts passiert.
Noch mal die Monitoreinstellungen aufgerufen ... Immer noch nichts. Da dämmerte mir langsam, was da geschieht: Windows 10 macht die Fenster automatisch auf dem Hauptbildschirm auf. Den ich nicht sehen kann - das war ja gerade das Problem, das ich mit Hilfe des Fensters beheben sollte.
Und, sorry, hier muss ich derb werden: Was für eine schwachsinnige Entscheidung ist das, neue Fenster nicht da zu öffnen, wo der Nutzer gerade arbeitet? Wie oft kommt es wohl vor, dass der Nutzer auf einem Monitor irgendwas öffnet und das Ergebnis auf dem anderen sehen will? Dass er irgendwo anders arbeitet und nicht da, wo er er mit dem Cursor steht?
Wie auch immer, durch diese gestalterische Entscheidung hat der verantwortliche Microsoft-Programmierer jedenfalls dafür gesorgt, dass aus »mal kurz nachgucken« eine längere Aktion wurde. Damit ich auf dem Fernseher was sah, musste ich erst mal das Kabel zum Beamer rausziehen und den Fernseher zum einzigen Ausgabegerät machen. Leider ist das Kabel nicht gerade leicht zugänglich, weil der Rechner irgendwo hinter den Medien steht. Als ich dann auf die Programmfunktionen Zugriff hatte, brauchte ich noch mal mehrere Anläufe, um die Monitoreinstellungen abzuschließen - weil der Mauszeiger plötzlich einen Lag hatte, und wann immer ich etwas Falsches klickte, musste ich erst mal eine auf der anderen Seite des Bildschirms erscheinende Fehlermeldung wegklicken, ehe ich fortfahren durfte (danke, Microsoft, dass diese Fehlermeldung sich nicht über die üblichen Tastatur-Shortcuts schließen ließ).
Wo ich schon mal dabei war, wollte ich den Multi-Monitor-Betrieb auf »gespiegelten Desktop« stellen, damit ich denselben Ärger nicht nochmal habe (ich könnte zwar schwören, dass ich genau das schon eingestellt hatte, bevor ich den Rechner nach hinten geschoben habe, und dass diese Einstellung nicht gespeichert wurde - aber geben wir Windows 10 mal den »Benefit of Doubt«). Leider musste ich feststellen, dass man den Multi-Monitor-Betrieb nicht konfigurieren kann, bevor man den zweiten Bildschirm anschließt, sondern nur dann, wenn bereits zwei Monitore angeschlossen sind ... sprich, wenn man bei ungünstiger Konfiguration gar nichts sieht.
Vielen Dank, Microsoft, auch für die Einstellungs-Entscheidung :-(.
Also, unverrichteter Dinge den Rechner runtergefahren (immerhin war das Update fertig - wie ich durch ein Infofenster erfuhr, das sich während meiner Arbeiten quer über alle anderen Fenster öffnete und erst mal zwei Minuten den Rechner einfrieren ließ, bevor es mich fragte, ob ich mehr über das »Fall Creators Update« erfahren will [oder wie auch immer das genau hieß - ich war zu dem Zeitpunkt nicht sehr aufnahmefähig, sondern wild am Fluchen, weil das System so lange auf keine meiner Eingaben reagiert hatte, ohne dass zunächst ein Grund ersichtlich war. Ist ja offenbar wahnsinnig aufwendig, so ein Infofenster einzublenden]). Danach konnte ich dann wieder das VGA-Kabel zum Beamer reinfummeln.
Und habe insgesamt keine halbe Stunde gebraucht, nur um »mal eben schnell« den Computer auszumachen.
Also, das war der Windows-10-Ärger des gestrigen Tages. Alles in allem eine Kleinigkeit. Aber eben sinnloser Stress und Zeitverschwendung, die nur durch ein paar unglücklich programmierte Mechanismen des Betriebssystems verursacht wurden. Kann passieren, war ja auch eine sehr spezielle Situation - mein Problem dabei ist nur, irgendetwas in der Art passiert mir regelmäßig mit Windows 10, in egal welcher Situation.
Ich setze mich hin, um mal eben schnell was Harmloses zu machen. Und dann stelle ich fest, was nicht läuft und wie schwer man es einem dabei machen kann, das zu beheben. Und das passiert mir nur bei den neueren Windows-Versionen - je neuer, desto häufiger. Ich bin also mittlerweile nicht mehr bereit, das wirklich auf die »Umstände« zu schieben oder es für einen Zufall zu halten. Tatsache ist, Windows ist entweder scheiße programmiert von der Anwendbarkeit, oder die Denkweise der Produktdesigner läuft völlig verquer zu meiner eigenen, zu meiner Arbeitsweise und meiner Systembeschaffenheit.
Was auch immer der Grund ist, für mich ist das einfach unbenutzbar. Und inzwischen überlege ich mir, ob ich nicht auch auf diesem Media-Computer lieber Linux installieren sollte - auf einem System, wo ich eh nur einen Browser zum Streamen oder einen Mediaplayer aufrufe und mit dem Betriebssystem so gut wie gar nicht in Berührung komme.
Selbst das ist bei Windows 10 schon zu viel, wie mir langsam dämmert.
Beispiel fragt, fällt mir meist nichts ein - meist entzündet sich der Ärger an überflüssigen Kleinigkeiten, die viel Zeit kosten, deren konkreten Anlass und Ablauf ich aber genauso schnell vergesse, wenn’s vorbei ist. Nur der Ärger bleibt.
Also habe ich mir gedacht, ich halte den letzten Fall hier mal fest, bevor er sich in meinem Gedächtnis wieder auflöst und ich in der nächsten Diskussion wieder nur die unbefriedigende Auskunft geben kann, dass ich Windows 10 schlecht finde und es einfach nicht rund läuft.
An unserem Beamer haben wir einen Windows-10-NUC angeschlossen - Windows 10 gab’s halt umsonst dazu und ich dachte mir, den Rechner will ich eh nur als Smart-TV-nutzen, um Filme zu schauen. Also ist das Betriebssystem doch egal und ich kann alles so lassen, wie es ist, ohne mir zusätzliche Arbeit zu machen ... oder?
Nun, seit gestern bereue ich die Entscheidung.
Das Ganze fing damit an, dass Windows 10 nach dem Filmgucken ein Update installieren wollte. So weit erst mal nicht tragisch - leider war es ein »großes« Update, und nach 10 Minuten stand es weiterhin bei 0 %. Da beschloss ich, dass ich den Beamer nicht so lange laufen lassen will, und hab ihn ausgeschaltet. Der Computer kann sein Update ja auch allein installieren.
Vier Stunden später war er immer noch an, und eigentlich wollte ich ihn nicht dauerhaft laufen lassen. Allerdings wusste ich nicht, ob das Update fertig ist, und mitten im Prozess den Strom abziehen, war mir zu heikel. Leinwand wieder aufstellen, Beamer anschalten, nur um den Rechner runterzufahren - das war mir jedoch auch zu aufwendig.
Zum Glück hatte ich ein hinreichend langes HDMI-Kabel bis zum Fernseher. Und damit fing es dann an, richtig ärgerlich zu werden.
Auf dem Fernseher war zwar ein Bild zu sehen, aber nur ein sekundärer Bildschirm - weder ein Button zum Runterfahren, noch konnte man sehen, ob auf dem Desktop irgendeine Meldung steht, die man beachten muss. Kein Problem, das kenne ich auch unter Linux, wenn man einen zweiten Bildschirm anschließt: Schnell mit der rechten Maustaste die Monitoreinstellungen geöffnet, um die Ausgabe auf den einzigen eingeschalteten Bildschirm zu lenken ... Und nichts passiert.
Noch mal die Monitoreinstellungen aufgerufen ... Immer noch nichts. Da dämmerte mir langsam, was da geschieht: Windows 10 macht die Fenster automatisch auf dem Hauptbildschirm auf. Den ich nicht sehen kann - das war ja gerade das Problem, das ich mit Hilfe des Fensters beheben sollte.
Und, sorry, hier muss ich derb werden: Was für eine schwachsinnige Entscheidung ist das, neue Fenster nicht da zu öffnen, wo der Nutzer gerade arbeitet? Wie oft kommt es wohl vor, dass der Nutzer auf einem Monitor irgendwas öffnet und das Ergebnis auf dem anderen sehen will? Dass er irgendwo anders arbeitet und nicht da, wo er er mit dem Cursor steht?
Wie auch immer, durch diese gestalterische Entscheidung hat der verantwortliche Microsoft-Programmierer jedenfalls dafür gesorgt, dass aus »mal kurz nachgucken« eine längere Aktion wurde. Damit ich auf dem Fernseher was sah, musste ich erst mal das Kabel zum Beamer rausziehen und den Fernseher zum einzigen Ausgabegerät machen. Leider ist das Kabel nicht gerade leicht zugänglich, weil der Rechner irgendwo hinter den Medien steht. Als ich dann auf die Programmfunktionen Zugriff hatte, brauchte ich noch mal mehrere Anläufe, um die Monitoreinstellungen abzuschließen - weil der Mauszeiger plötzlich einen Lag hatte, und wann immer ich etwas Falsches klickte, musste ich erst mal eine auf der anderen Seite des Bildschirms erscheinende Fehlermeldung wegklicken, ehe ich fortfahren durfte (danke, Microsoft, dass diese Fehlermeldung sich nicht über die üblichen Tastatur-Shortcuts schließen ließ).
Wo ich schon mal dabei war, wollte ich den Multi-Monitor-Betrieb auf »gespiegelten Desktop« stellen, damit ich denselben Ärger nicht nochmal habe (ich könnte zwar schwören, dass ich genau das schon eingestellt hatte, bevor ich den Rechner nach hinten geschoben habe, und dass diese Einstellung nicht gespeichert wurde - aber geben wir Windows 10 mal den »Benefit of Doubt«). Leider musste ich feststellen, dass man den Multi-Monitor-Betrieb nicht konfigurieren kann, bevor man den zweiten Bildschirm anschließt, sondern nur dann, wenn bereits zwei Monitore angeschlossen sind ... sprich, wenn man bei ungünstiger Konfiguration gar nichts sieht.
Vielen Dank, Microsoft, auch für die Einstellungs-Entscheidung :-(.
Also, unverrichteter Dinge den Rechner runtergefahren (immerhin war das Update fertig - wie ich durch ein Infofenster erfuhr, das sich während meiner Arbeiten quer über alle anderen Fenster öffnete und erst mal zwei Minuten den Rechner einfrieren ließ, bevor es mich fragte, ob ich mehr über das »Fall Creators Update« erfahren will [oder wie auch immer das genau hieß - ich war zu dem Zeitpunkt nicht sehr aufnahmefähig, sondern wild am Fluchen, weil das System so lange auf keine meiner Eingaben reagiert hatte, ohne dass zunächst ein Grund ersichtlich war. Ist ja offenbar wahnsinnig aufwendig, so ein Infofenster einzublenden]). Danach konnte ich dann wieder das VGA-Kabel zum Beamer reinfummeln.
Und habe insgesamt keine halbe Stunde gebraucht, nur um »mal eben schnell« den Computer auszumachen.
Also, das war der Windows-10-Ärger des gestrigen Tages. Alles in allem eine Kleinigkeit. Aber eben sinnloser Stress und Zeitverschwendung, die nur durch ein paar unglücklich programmierte Mechanismen des Betriebssystems verursacht wurden. Kann passieren, war ja auch eine sehr spezielle Situation - mein Problem dabei ist nur, irgendetwas in der Art passiert mir regelmäßig mit Windows 10, in egal welcher Situation.
Ich setze mich hin, um mal eben schnell was Harmloses zu machen. Und dann stelle ich fest, was nicht läuft und wie schwer man es einem dabei machen kann, das zu beheben. Und das passiert mir nur bei den neueren Windows-Versionen - je neuer, desto häufiger. Ich bin also mittlerweile nicht mehr bereit, das wirklich auf die »Umstände« zu schieben oder es für einen Zufall zu halten. Tatsache ist, Windows ist entweder scheiße programmiert von der Anwendbarkeit, oder die Denkweise der Produktdesigner läuft völlig verquer zu meiner eigenen, zu meiner Arbeitsweise und meiner Systembeschaffenheit.
Was auch immer der Grund ist, für mich ist das einfach unbenutzbar. Und inzwischen überlege ich mir, ob ich nicht auch auf diesem Media-Computer lieber Linux installieren sollte - auf einem System, wo ich eh nur einen Browser zum Streamen oder einen Mediaplayer aufrufe und mit dem Betriebssystem so gut wie gar nicht in Berührung komme.
Selbst das ist bei Windows 10 schon zu viel, wie mir langsam dämmert.
Mittwoch, 29. November 2017
2 Tage nach dem Unfall von Spinne und Bademantel
Irgendwas hat die Spinne im Bad erschreckt,
weil sie sich ganz nah an ihrer Dose versteckt.
Lag es vielleicht an dem Frottee-Ding,
das heut wieder dräuend über dem Netze hing?
Wir großen Geschöpfe können nur raten,
was bewegt einen solchen Nicht-Vertebraten.
weil sie sich ganz nah an ihrer Dose versteckt.
Lag es vielleicht an dem Frottee-Ding,
das heut wieder dräuend über dem Netze hing?
Wir großen Geschöpfe können nur raten,
was bewegt einen solchen Nicht-Vertebraten.
Donnerstag, 3. August 2017
Von Phobien und Therapien
Es gibt Leute, die haben Angst vor Spinnen. Die große schwarze Spinne auf unserer Kellertreppe hat Angst vor Kartons.
Jede Nacht kommt sie aus ihrem Versteck heraus und sitzt in ihrem Netz. Anfangs ist sie immer geflüchtet, wenn ich die Kellertreppe langkam. Inzwischen beeindruckt sie das nicht mehr. Nur wenn ich einen Karton in den Keller trage oder aus dem Keller heraufhole, dann kann ich sie laufen sehen - schwupp, verschwindet sie in ihrem Winkel.
Keine Ahnung, woher die Angst vor Pappkartons kommt. Aber es funktioniert immer. Ich gehe an der Spinne vorbei - nichts passiert. Ich gehe mit einem Pappkarton in der Hand an der Spinne vorbei - Panik bricht aus!
Es gibt Leute, die bekämpfen die Spinnen in ihrem Haus. Andere kämpfen gegen ihre Spinnenphobie an. Ich habe mir jetzt das Ziel gesetzt, meine Kellerspinne von ihrer Päckchen-Phobie zu kurieren. Also bringe ich Kartons bevorzugt nachts in den Keller, oder hole sie von dort für die Altpapiertonne wieder hervor.
Mal sehen, wie lange es dauert, bis die Spinne sich auch daran gewöhnt hat.
Gestern allerdings haben meine Bemühungen einen schweren Rückschlag erlitten. Ich habe einen Karton aus der Wohnung getragen und mich übel daran geschnitten. Erst dachte ich, der Karton wäre feucht gewesen. Und klebrig. Als ich eine halbe Minute Später ins Bad ging, um mir die Hände zu waschen, stellte ich fest, dass die ganze Hand nass und rot war, als hätte ich sie in einen Eimer Blut getaucht. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ein einfacher Papercut (ca. 3cm lang) derart bluten kann ... :-(
Seitdem, ich schwör's, kann ich die Spinne im Keller grinsen sehen, wenn ich vorbeikomme. Dieses »Hab ich's doch gleich gesagt ... dass Kartons gefährlich sind«-Grinsen. Das hört keiner gern, vor allem nicht von so einem achtbeinigen Besserwisser.
Na, egal ... Nur weil sie recht behalten hat, heißt das ja nicht, dass die Pappkarton-Furcht dieser Spinne nicht trotzdem eine paranoide Phobie darstellt. Also trag ich weiter die Kartons an ihr vorbei, tu so, als wär nichts passiert und warte darauf, dass sie bei dem Anblick nicht mehr abhaut.
Und der Schnitt am Daumen bleibt sicher unter einem Pflaster verborgen.
Jede Nacht kommt sie aus ihrem Versteck heraus und sitzt in ihrem Netz. Anfangs ist sie immer geflüchtet, wenn ich die Kellertreppe langkam. Inzwischen beeindruckt sie das nicht mehr. Nur wenn ich einen Karton in den Keller trage oder aus dem Keller heraufhole, dann kann ich sie laufen sehen - schwupp, verschwindet sie in ihrem Winkel.
Keine Ahnung, woher die Angst vor Pappkartons kommt. Aber es funktioniert immer. Ich gehe an der Spinne vorbei - nichts passiert. Ich gehe mit einem Pappkarton in der Hand an der Spinne vorbei - Panik bricht aus!
Es gibt Leute, die bekämpfen die Spinnen in ihrem Haus. Andere kämpfen gegen ihre Spinnenphobie an. Ich habe mir jetzt das Ziel gesetzt, meine Kellerspinne von ihrer Päckchen-Phobie zu kurieren. Also bringe ich Kartons bevorzugt nachts in den Keller, oder hole sie von dort für die Altpapiertonne wieder hervor.
Mal sehen, wie lange es dauert, bis die Spinne sich auch daran gewöhnt hat.
Gestern allerdings haben meine Bemühungen einen schweren Rückschlag erlitten. Ich habe einen Karton aus der Wohnung getragen und mich übel daran geschnitten. Erst dachte ich, der Karton wäre feucht gewesen. Und klebrig. Als ich eine halbe Minute Später ins Bad ging, um mir die Hände zu waschen, stellte ich fest, dass die ganze Hand nass und rot war, als hätte ich sie in einen Eimer Blut getaucht. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ein einfacher Papercut (ca. 3cm lang) derart bluten kann ... :-(
Seitdem, ich schwör's, kann ich die Spinne im Keller grinsen sehen, wenn ich vorbeikomme. Dieses »Hab ich's doch gleich gesagt ... dass Kartons gefährlich sind«-Grinsen. Das hört keiner gern, vor allem nicht von so einem achtbeinigen Besserwisser.
Na, egal ... Nur weil sie recht behalten hat, heißt das ja nicht, dass die Pappkarton-Furcht dieser Spinne nicht trotzdem eine paranoide Phobie darstellt. Also trag ich weiter die Kartons an ihr vorbei, tu so, als wär nichts passiert und warte darauf, dass sie bei dem Anblick nicht mehr abhaut.
Und der Schnitt am Daumen bleibt sicher unter einem Pflaster verborgen.
Mittwoch, 2. August 2017
Prinzip Philip geht in Rente ...
Schade. Ich mochte ihn. Vielmehr, vor allem seine Sprüche. Genau mein Humor - wenn es denn humorvoll gemeint gewesen war. Egal. Hat er nicht im Großen und Ganzen immer genau das gesagt, was die meisten Leute gedacht hätten, was aber überlegtere und höfliche Menschen einfach nicht laut aussprechen würden?
Und im Gegensatz zu den heute üblichen groben Gesellen, die ohne Rücksicht auf Verluste alles laut rauspoltern, was man eigentlich nicht sagen sollte, hat Philip das immer mit der nötigen Leichtigkeit und dem Charme gesagt, die nötig sind, damit man darüber lachen kann und es einem nicht vor Entsetzen und peinlicher Berührtheit die Sprache verschlägt.
Also, ich mochte ihn. Ohne öffentliche Auftritte wird er jedenfalls weniger Gelegenheiten haben, seine berühmten Einzeiler rauszuhauen. Das werde ich vermissen.
Und im Gegensatz zu den heute üblichen groben Gesellen, die ohne Rücksicht auf Verluste alles laut rauspoltern, was man eigentlich nicht sagen sollte, hat Philip das immer mit der nötigen Leichtigkeit und dem Charme gesagt, die nötig sind, damit man darüber lachen kann und es einem nicht vor Entsetzen und peinlicher Berührtheit die Sprache verschlägt.
Also, ich mochte ihn. Ohne öffentliche Auftritte wird er jedenfalls weniger Gelegenheiten haben, seine berühmten Einzeiler rauszuhauen. Das werde ich vermissen.
Freitag, 26. Mai 2017
Zurück in die 80er
Ich hab’s in letzter Zeit ja schon ein paarmal gesagt: Mitunter fühle ich mich so, als ginge es EDV-technisch zurück in die 90er. Vor kurzem hab ich mir wieder meinen eigenen Computer zusammengebaut - zum ersten Mal seit der Jahrtausendwende; und immer öfter findet man mich wieder auf der DOS-Ebene - Pardon, Kommandozeile nennt man das ja heute! -, wenn ich ein technisches Problem zu lösen habe.
Das geschieht nicht zum Spaß, oder weil ich es mir ausgesucht hätte. Sondern ich empfinde es tatsächlich als einen Rückschritt! Seit Windows XP liefen Technik und Treiber mehr oder weniger automatisch, und preiswerte Fertiggeräte boten mir alles, was ich so brauchte.
Ob unter Windows oder Linux - heute muss ich wieder mit Befehlen frickeln, wenn alles laufen soll, und auch, wenn ich meine Rechner nicht mehr nach Geschwindigkeit optimieren muss, so gibt es doch genug andere technische Hakeleien, die mir gegen den Strich gehen und wegen derer ich mich wieder stärker mit der Hardware auseinandersetzen muss.
Also, wie in den 90ern.
Ende letzten Jahres jedoch fühlte ich mich gleich um ein weiteres Jahrzehnt zurückversetzt, als ich mir nämlich für 700 Euro einen 13-Zoll-Monitor kaufte. Schwarzweiß, natürlich. Farbmonitore kannte in den 80ern ja auch niemand.
Aber im Gegensatz zu den anderen Computerfrickeleien bin ich diesen Schritt freiwillig gegangen: Bei dem Monitor handelt es sich um einen neuen DaSung Paperlike - einen Bildschirm mit E-Ink-Technologie. Also, klein und schwarz-weiß, pixelig und so träge, dass man außer Textarbeit nichts darauf machen kann. Aber dafür ein Bild ohne Strahlung und Flimmerfrequenzen, so augenschonend wie auf Papier. Und es funktioniert!
Mit dem Paperlike kann ich tatsächlich ermüdungsfrei arbeiten, nachdem ich die Bildschirmarbeit in den letzten Jahren immer deutlicher gespürt habe. Nachdem ich inzwischen über tausend Seiten darauf getippt und bearbeitet habe, kann ich sogar sagen, dass der Paperlike sich in der Praxis sogar noch besser macht als erhofft. Die Reaktion des Bildschirms reicht aus, um völlig problemlos mit dem Cursor zu arbeiten, sich im Text zu bewegen und Textstellen zu ändern. Ich würde das Ding nicht mehr missen wollen und hoffe nur, dass die Firma sich am Markt behaupten kann, damit ich auch in fünf Jahren noch einen E-Ink-Monitor kriegen kann, wenn ich mal einen neuen brauchen sollte.
Nachteil derzeit: Der Paperlike funktioniert zwar perfekt so wie beworben - aber nur unter Windows 7. Unter Windows XP hängt sich etwa alle 20 Minuten der Treiber auf und muss neu gestartet werden, was schon nervt. Und die Treiber zu den neueren Windows-Versionen sind noch sehr unfertig, unterstützen beispielsweise weder eine Nutzung als zweiten Bildschirm noch den »Hochkant-Betrieb« - der sehr wichtig ist, damit man die begrenzte Arbeitsfläche wie ein Blatt Papier nutzen kann.
Für mich als inzwischen Linux-Nutzer ist das recht egal. Einen Linux-Treiber gibt's eh nicht, und wenn ich den Paperlike ohnehin in der Virtual Box laufen lassen muss, ist Windows 7 so gut wie jedes andere Betriebssystem. Und es funktioniert auch perfekt in der Virtual Box - da man mit dem Paperlike ohnehin nur Textverarbeitung macht, ist die Nutzung im virtuellen System mit wenig Einschränkungen verbunden.
Aber Windows 7 ist nun mal ein sterbendes System, und ich fürchte, der künftige Erfolg des Geräts hängt davon ab, dass der Hersteller seine anderen Treiber auf dasselbe Niveau bekommt (Windows 10 ist wohl unvermeidlich, und nach allem, was man hört, sind wohl auch die Apple-Treiber eher eine Baustelle). Also drücke ich derzeit alle Daumen, dass der Paperlike die aktuellen Treiber bekommt und sich damit fest am Markt etablieren kann - aus dem ganz egoistischen Grund, dass ich mir die Arbeit ohne E-Ink-Screen gar nicht mehr vorstellen kann.
Und wenn sonst noch jemand mit dem Gerät liebäugelt, mein Tipp: Benutzt ihn mit Windows 7. Das läuft perfekt - alles andere sollte man (derzeit) gar nicht probieren.
Nur dann lohnt sich auch die Rückkehr in die 80er.
Das geschieht nicht zum Spaß, oder weil ich es mir ausgesucht hätte. Sondern ich empfinde es tatsächlich als einen Rückschritt! Seit Windows XP liefen Technik und Treiber mehr oder weniger automatisch, und preiswerte Fertiggeräte boten mir alles, was ich so brauchte.
Ob unter Windows oder Linux - heute muss ich wieder mit Befehlen frickeln, wenn alles laufen soll, und auch, wenn ich meine Rechner nicht mehr nach Geschwindigkeit optimieren muss, so gibt es doch genug andere technische Hakeleien, die mir gegen den Strich gehen und wegen derer ich mich wieder stärker mit der Hardware auseinandersetzen muss.
Also, wie in den 90ern.
Ende letzten Jahres jedoch fühlte ich mich gleich um ein weiteres Jahrzehnt zurückversetzt, als ich mir nämlich für 700 Euro einen 13-Zoll-Monitor kaufte. Schwarzweiß, natürlich. Farbmonitore kannte in den 80ern ja auch niemand.
Aber im Gegensatz zu den anderen Computerfrickeleien bin ich diesen Schritt freiwillig gegangen: Bei dem Monitor handelt es sich um einen neuen DaSung Paperlike - einen Bildschirm mit E-Ink-Technologie. Also, klein und schwarz-weiß, pixelig und so träge, dass man außer Textarbeit nichts darauf machen kann. Aber dafür ein Bild ohne Strahlung und Flimmerfrequenzen, so augenschonend wie auf Papier. Und es funktioniert!
Mit dem Paperlike kann ich tatsächlich ermüdungsfrei arbeiten, nachdem ich die Bildschirmarbeit in den letzten Jahren immer deutlicher gespürt habe. Nachdem ich inzwischen über tausend Seiten darauf getippt und bearbeitet habe, kann ich sogar sagen, dass der Paperlike sich in der Praxis sogar noch besser macht als erhofft. Die Reaktion des Bildschirms reicht aus, um völlig problemlos mit dem Cursor zu arbeiten, sich im Text zu bewegen und Textstellen zu ändern. Ich würde das Ding nicht mehr missen wollen und hoffe nur, dass die Firma sich am Markt behaupten kann, damit ich auch in fünf Jahren noch einen E-Ink-Monitor kriegen kann, wenn ich mal einen neuen brauchen sollte.
Nachteil derzeit: Der Paperlike funktioniert zwar perfekt so wie beworben - aber nur unter Windows 7. Unter Windows XP hängt sich etwa alle 20 Minuten der Treiber auf und muss neu gestartet werden, was schon nervt. Und die Treiber zu den neueren Windows-Versionen sind noch sehr unfertig, unterstützen beispielsweise weder eine Nutzung als zweiten Bildschirm noch den »Hochkant-Betrieb« - der sehr wichtig ist, damit man die begrenzte Arbeitsfläche wie ein Blatt Papier nutzen kann.
Für mich als inzwischen Linux-Nutzer ist das recht egal. Einen Linux-Treiber gibt's eh nicht, und wenn ich den Paperlike ohnehin in der Virtual Box laufen lassen muss, ist Windows 7 so gut wie jedes andere Betriebssystem. Und es funktioniert auch perfekt in der Virtual Box - da man mit dem Paperlike ohnehin nur Textverarbeitung macht, ist die Nutzung im virtuellen System mit wenig Einschränkungen verbunden.
Aber Windows 7 ist nun mal ein sterbendes System, und ich fürchte, der künftige Erfolg des Geräts hängt davon ab, dass der Hersteller seine anderen Treiber auf dasselbe Niveau bekommt (Windows 10 ist wohl unvermeidlich, und nach allem, was man hört, sind wohl auch die Apple-Treiber eher eine Baustelle). Also drücke ich derzeit alle Daumen, dass der Paperlike die aktuellen Treiber bekommt und sich damit fest am Markt etablieren kann - aus dem ganz egoistischen Grund, dass ich mir die Arbeit ohne E-Ink-Screen gar nicht mehr vorstellen kann.
Und wenn sonst noch jemand mit dem Gerät liebäugelt, mein Tipp: Benutzt ihn mit Windows 7. Das läuft perfekt - alles andere sollte man (derzeit) gar nicht probieren.
Nur dann lohnt sich auch die Rückkehr in die 80er.
Montag, 3. April 2017
Dragon 11.5 läuft unter Linux/Wine 2.0
Ich nehme an, ich hab’s hier schon mal erwähnt: Seit dem Umstieg auf Linux gibt es genau noch zwei Programme, die ich unbedingt benötige, die unter Linux aber nicht laufen: Das eine ist mein Übersetzersystem, das andere Dragon Dictate. Das ist kein Beinbruch, denn beide Programme kann ich immer noch unter einer Windows-Installation in der Virtual Box laufen lassen - nur dass ich dafür schon einen erheblich leistungsstärkeren Rechner brauche, als vorher unter Windows allein. Auf meinem Office-Rechner funktioniert das nicht.
Dragon Dictate unter Linux ist ein altes Thema: Im Netz findet man eine Menge Leute, die unter Linux eine Diktierfunktion vermissen. Zu Dragon Dictate gibt es keine Alternative, und das war unter Linux (so gut wie gar) nicht ans Laufen zu kriegen. Viele haben es versucht, ein paar haben es mehr schlecht als recht geschafft. Und selbst diese Versuche waren meist nicht reproduzierbar.
Ich habe jetzt noch mal einen Versuch gewagt, nachdem ich gehört habe, dass beim neuen Wine 2.0 eine Menge an den bisher für die Misserfolge verantwortlichen Punkten getan wurde, und siehe da: Die Installation lief durch, Diktate funktionieren auf Anhieb. Auf meinem Office-Rechner mit Atom-CPU.
Natürlich muss ich erst noch eine Weile testen, um ausführlich beurteilen zu können, was gut klappt, wo es hakelt, wo die Grenzen liegen. Aber für all diejenigen, die auch schon lange darauf warten, stelle ich hier schon mal die Kurzmeldung ins Netz: Dragon Naturally Speaking war unter Linux immer ein Problem - jetzt funktioniert es.
Jedenfalls in der Version 11.5 mit Wine 2.0 (ich hab’s unter Playonlinux installiert, um die neue Wine-Version aufs System zu kriegen). Probiert's einfach aus.
Dragon Dictate unter Linux ist ein altes Thema: Im Netz findet man eine Menge Leute, die unter Linux eine Diktierfunktion vermissen. Zu Dragon Dictate gibt es keine Alternative, und das war unter Linux (so gut wie gar) nicht ans Laufen zu kriegen. Viele haben es versucht, ein paar haben es mehr schlecht als recht geschafft. Und selbst diese Versuche waren meist nicht reproduzierbar.
Ich habe jetzt noch mal einen Versuch gewagt, nachdem ich gehört habe, dass beim neuen Wine 2.0 eine Menge an den bisher für die Misserfolge verantwortlichen Punkten getan wurde, und siehe da: Die Installation lief durch, Diktate funktionieren auf Anhieb. Auf meinem Office-Rechner mit Atom-CPU.
Natürlich muss ich erst noch eine Weile testen, um ausführlich beurteilen zu können, was gut klappt, wo es hakelt, wo die Grenzen liegen. Aber für all diejenigen, die auch schon lange darauf warten, stelle ich hier schon mal die Kurzmeldung ins Netz: Dragon Naturally Speaking war unter Linux immer ein Problem - jetzt funktioniert es.
Jedenfalls in der Version 11.5 mit Wine 2.0 (ich hab’s unter Playonlinux installiert, um die neue Wine-Version aufs System zu kriegen). Probiert's einfach aus.
Donnerstag, 5. Januar 2017
Die Invasion der Mausianer
Nach zwei Jahren Ruhe ist es wieder so weit: Die Mäuse haben erneut den Weg auf den Dachboden gefunden. Also hab ich gestern Abend wieder die Falle hervorgekramt und im Dachraum aufgestellt. Als ich sie heute überprüft habe, war der Köderteller leergefressen, aber die Falle hatte sich nicht geschlossen. Außerdem hatte eine gleich daneben wohnende große Kugelspinne spontan beschlossen, ihr Netz zu erweitern, und die halbe Falle gleich eingesponnen.
Kurz gesagt: Anscheinend hatte jeder Bewohner des Dachbodens seinen Spaß mit dem Ding, nur ich bin leer ausgegangen.
Also habe ich heute die Falle neu bestückt, und als ich ein paar Stunden später mal die Kamera einschalte, um zu sehen, ob sich schon was tut, sehe ich sie vor mir: die Maus. Ganz sorglos sitzt sie in der Käfigfalle und knabbert den Köder aus dem Kronkorken, den ich als Tellerchen da reingestellt habe. Die Falle löst nicht aus.
Ich denke mir also, ich erschrecke die mal. Vielleicht macht sie dann eine ruckartige Bewegung, durch die sich die Falle schließt. Ich klopfe gegen die Decke. Auf dem Kamerabild sehe ich, wie die Maus tatsächlich beunruhigt reagiert. Wie sie davonrennt - und den Kronkorken mitsamt Köder einfach mitnimmt, um an einer ungestörten Stelle weiter zu essen.
Und die Falle löst nicht aus ...
Wenn ich nicht in früheren Jahren schon eine Menge Mäuse damit geschnappt und umgesiedelt hätte, würde ich also sagen, die Falle taugt nichts. Aber tatsächlich funktionierte sie bislang ganz gut. Es muss also wohl an der Maus liegen (»Ist ja wie bei Tom & Jerry«, sagte Linda, als die Maus mit dem Tellerchen weglief) - zu intelligent, zu geschickt ... und auf jeden Fall die dreisteste Maus, die ich je gesehen habe.
Kurz gesagt: Anscheinend hatte jeder Bewohner des Dachbodens seinen Spaß mit dem Ding, nur ich bin leer ausgegangen.
Also habe ich heute die Falle neu bestückt, und als ich ein paar Stunden später mal die Kamera einschalte, um zu sehen, ob sich schon was tut, sehe ich sie vor mir: die Maus. Ganz sorglos sitzt sie in der Käfigfalle und knabbert den Köder aus dem Kronkorken, den ich als Tellerchen da reingestellt habe. Die Falle löst nicht aus.
Ich denke mir also, ich erschrecke die mal. Vielleicht macht sie dann eine ruckartige Bewegung, durch die sich die Falle schließt. Ich klopfe gegen die Decke. Auf dem Kamerabild sehe ich, wie die Maus tatsächlich beunruhigt reagiert. Wie sie davonrennt - und den Kronkorken mitsamt Köder einfach mitnimmt, um an einer ungestörten Stelle weiter zu essen.
Und die Falle löst nicht aus ...
Wenn ich nicht in früheren Jahren schon eine Menge Mäuse damit geschnappt und umgesiedelt hätte, würde ich also sagen, die Falle taugt nichts. Aber tatsächlich funktionierte sie bislang ganz gut. Es muss also wohl an der Maus liegen (»Ist ja wie bei Tom & Jerry«, sagte Linda, als die Maus mit dem Tellerchen weglief) - zu intelligent, zu geschickt ... und auf jeden Fall die dreisteste Maus, die ich je gesehen habe.
Samstag, 30. Januar 2016
Müdigkeit
Letzte Nacht habe ich wirklich mies geschlafen. Dann wurde ich am Morgen wach, und es war stockdunkel. Also wirklich pechschwarze Nacht! Ich habe mich noch gewundert - das letzte Mal davor war ich um halb sieben wach geworden, hatte auf die Uhr geschaut und war danach wieder eingeschlafen. Ich wusste also, dass es eher morgens war als Mitternacht. Konnte es wirklich noch so dunkel sein?
Nicht mal die Straßenlaterne durch das Fenster war zu sehen. Schon ausgeschaltet, aber die Sonne war noch nicht aufgegangen?
Ich tastete also in der Dunkelheit nach meiner Brille. Wartete darauf, dass ich mich irgendwie an das Licht gewöhne und wenigstens irgendwas erkenne. Und in dem Augenblick fiel mir auf, dass meine Augen noch geschlossen waren.
Offenbar hatte ich beim Wachwerden vergessen, sie aufzumachen.
Als ich das dann nachholte, stellte ich fest, dass es acht Uhr morgens war und eigentlich hell genug, um recht gut zu sehen ...
Ich muss zugeben, so was ist mir bis jetzt noch nie passiert. Ich hätte nicht mal gedacht, dass es möglich ist. Vor allem, dass man sogar recht lange rumtastet und gar nicht bemerkt, dass die Augen zu sind.
Nun ja, ich habe in dieser Nacht wirklich sehr schlecht geschlafen. Und ich muss wirklich sehr müde gewesen sein an diesem Morgen. Und weiß jetzt wenigstens, wie sich richtige Müdigkeit anfühlt. Also: Egal, wie man sich morgens beim Aufwachen fühlt - solange man die Augen aufkriegt, kann man so müde nicht sein.
Nicht mal die Straßenlaterne durch das Fenster war zu sehen. Schon ausgeschaltet, aber die Sonne war noch nicht aufgegangen?
Ich tastete also in der Dunkelheit nach meiner Brille. Wartete darauf, dass ich mich irgendwie an das Licht gewöhne und wenigstens irgendwas erkenne. Und in dem Augenblick fiel mir auf, dass meine Augen noch geschlossen waren.
Offenbar hatte ich beim Wachwerden vergessen, sie aufzumachen.
Als ich das dann nachholte, stellte ich fest, dass es acht Uhr morgens war und eigentlich hell genug, um recht gut zu sehen ...
Ich muss zugeben, so was ist mir bis jetzt noch nie passiert. Ich hätte nicht mal gedacht, dass es möglich ist. Vor allem, dass man sogar recht lange rumtastet und gar nicht bemerkt, dass die Augen zu sind.
Nun ja, ich habe in dieser Nacht wirklich sehr schlecht geschlafen. Und ich muss wirklich sehr müde gewesen sein an diesem Morgen. Und weiß jetzt wenigstens, wie sich richtige Müdigkeit anfühlt. Also: Egal, wie man sich morgens beim Aufwachen fühlt - solange man die Augen aufkriegt, kann man so müde nicht sein.
Dienstag, 28. Juli 2015
50.000 Stunden sind verdammt kurz
Jetzt ist es soweit: Meine erste LED-Glühbirne ist kaputt. Die am meisten genutzte im Wohnzimmer, die jeden Tag zwar meist nur einmal eingeschaltet wurde, dann aber lange brannte. Etwa zwei Jahre lang hat sie das ausgehalten.
Ich weiß nicht mehr genau, wie viel Lebensdauer der Hersteller für dieses Modell versprochen hat. Aber 50.000 Stunden Betriebsdauer sind ja so ziemlich das Minimum. Wie genau man diese Zeitspanne in zwei Jahre packen kann, ist mir nicht so ganz klar - aber die Firma wird schon ein paar Mathematiker beschäftigen, die mir das erklären könnten.
Also, kurz gesagt: Von den Haltbarkeits-Versprechen der neuen energiesparenden Lampen bleibt in der Praxis nicht viel übrig. Die "normalen" Energiesparlampen fielen sogar im Monatstakt aus und hielten im Durchschnitt kaum ein Jahr. Ob die Stromersparnis in der kurzen Zeit den höheren Kaufpreis ausgleichen kann, wage ich zu bezweifeln. Ich bezweifle ehrlich gesagt sogar, dass man damit Energie spart. Die Herstellung und der Materialbedarf sind bei den neuen Birnen doch um einiges höher als bei "klassischen" Glühlampen; genau wie der Aufwand für die Müllentsorgung. Und wenn sie dann genauso schnell kaputtgehen ...
Nun, eigentlich will ich nicht motzen. LEDs halten zumindest in etwa ebenso lang wie die alten Glühbirnen. Sie sind sofort hell, wenn ich sie einschalte, sie verlieren nicht so rasch an Leuchtkraft wie die einfachen "Energiesparlampen" und ich muss mir auch keine Sorgen um Quecksilbervergiftungen machen.
Spötter mögen einwenden, dass damit alles wieder genauso ist, wie es mit den ganz alten Glühbirnen schon war, nur halt zehn- bis zwanzigmal so teuer pro Leuchtmittel. Aber, wie gesagt: mit LED kann ich ganz gut leben. Und es war die erste Birne, die kaputtging - da bleibt die Hoffnung, dass es im Durchschnitt noch besser wird.
Aber ein wenig enttäuscht bin ich nach den hochtrabenden Versprechungen zur Lebensdauer jetzt doch.
Ich weiß nicht mehr genau, wie viel Lebensdauer der Hersteller für dieses Modell versprochen hat. Aber 50.000 Stunden Betriebsdauer sind ja so ziemlich das Minimum. Wie genau man diese Zeitspanne in zwei Jahre packen kann, ist mir nicht so ganz klar - aber die Firma wird schon ein paar Mathematiker beschäftigen, die mir das erklären könnten.
Also, kurz gesagt: Von den Haltbarkeits-Versprechen der neuen energiesparenden Lampen bleibt in der Praxis nicht viel übrig. Die "normalen" Energiesparlampen fielen sogar im Monatstakt aus und hielten im Durchschnitt kaum ein Jahr. Ob die Stromersparnis in der kurzen Zeit den höheren Kaufpreis ausgleichen kann, wage ich zu bezweifeln. Ich bezweifle ehrlich gesagt sogar, dass man damit Energie spart. Die Herstellung und der Materialbedarf sind bei den neuen Birnen doch um einiges höher als bei "klassischen" Glühlampen; genau wie der Aufwand für die Müllentsorgung. Und wenn sie dann genauso schnell kaputtgehen ...
Nun, eigentlich will ich nicht motzen. LEDs halten zumindest in etwa ebenso lang wie die alten Glühbirnen. Sie sind sofort hell, wenn ich sie einschalte, sie verlieren nicht so rasch an Leuchtkraft wie die einfachen "Energiesparlampen" und ich muss mir auch keine Sorgen um Quecksilbervergiftungen machen.
Spötter mögen einwenden, dass damit alles wieder genauso ist, wie es mit den ganz alten Glühbirnen schon war, nur halt zehn- bis zwanzigmal so teuer pro Leuchtmittel. Aber, wie gesagt: mit LED kann ich ganz gut leben. Und es war die erste Birne, die kaputtging - da bleibt die Hoffnung, dass es im Durchschnitt noch besser wird.
Aber ein wenig enttäuscht bin ich nach den hochtrabenden Versprechungen zur Lebensdauer jetzt doch.
Sonntag, 26. Juli 2015
PC schrauben
Linda hat mir irgendwann mal einen Beitrag auf Facebook gezeigt: "Clinton und Bush kandidieren für die Präsidentschaft - Der neue Teil von Jurassic Park steht an der Spitze der Kinocharts - der neue Terminator ist angekündigt ... in welchem Jahrhundert leben wir eigentlich?"
Wie wahr, wie wahr, kann ich nur sagen. Die 90er sind zurück. Auch in der Computerwelt. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Computerei in den 90ern. Beispielsweise an die damaligen Windows-Versionen. Windows war seinerzeit nur eine grafische Oberfläche für DOS, und wenn man mal ein echtes Problem hatte und wirklich ernsthaft was an der Technik einstellen wollte, dann wechselte man auf die Kommandozeile. Ich erinnere mich noch sehr gut an das Erscheinen von Windows XP: Zum ersten Mal konnte ich wirklich alles in den Menüs einstellen, und von Stund habe ich nie wieder eine Befehlszeile eingetippt.
Bis zum letzten Jahr. Mein erstes Problem mit Windows 8, ich suche im Internet nach Tipps, und die einzig funktionierende Lösung lautete: "Rufen Sie die Kommandozeile auf und tippen Sie ein ..."
Ja, die 90er Jahre sind in der Tat zurück.
Da ist es nur konsequent, wenn ich einen weiteren Brauch der 90er wiederbelebe und meinen PC selbst zusammenschraube. Das habe ich früher immer gemacht, weil man nur so ein optimales System bekam und auch noch das letzte Quäntchen Leistung aus der Hardware kitzeln konnte.
So um das Jahr 2000 hatte ich allerdings das erste Mal einen Rechner hier stehen, bei dem ich mir dachte: So, das reicht. Alles läuft perfekt. Schneller muss nicht sein. Und von da an konnte ich mir Fertig-PCs kaufen, weil die auch bei nicht optimaler Konfiguration locker ausreichten, meine Bedürfnisse zu erfüllen.
Und, ehrlich gesagt: Ich hatte auch so langsam die Schnauze voll von der Bastelei.
Auf die Gründe, warum ich jetzt doch wieder damit anfange, gehe ich vielleicht noch mal genauer an. Kurz gesagt, ich wollte was ganz spezielles, die Fertiglösungen waren alle so nachlässig zusammengestellt, das locker 25% Prozent Leistung verschenkt wurden, und da sagte ich mir: Das muss nicht sein.
Also, die perfekt passenden Einzelteile bestellt, gestern angekommen. Und der Zusammenbau begann.
Nach vier Stunden Schrauberei weiß ich jetzt wieder, warum ich damit aufgehört habe. Der Teufel steckt im Detail. So erinnere ich mich beispielsweise gut, dass das Einstecken der RAM-Riegel immer ein wenig heikel war. Auf einer Seite rasten sie ein, auf der anderen Seite wollen sie nicht recht, und zu fest drücken will man ja auch nicht.
Da war ich froh, als diesmal auf dem Mainboard zwei Hebel pro Speicherstick angeboten wurden, um sie einrasten zu lassen. Der Hersteller bot sogar ein Video an, wie es geht, deutlich sichtbar darin: ein Hebel auf jeder Seite. Auf dem Board tatsächlich vorhanden: nur ein Hebel. Ärgern, andere Videos suchen, feststellen: Der Hersteller hat nur ein Standardvideo für alle Boards, und meins ist offensichtlich das Einzige, das nur einseitig Hebel hat. Also, dieselbe RAMfrickelei wie vor 15 Jahren :-/
Einbau des Boards im Gehäuse: Ich setze das Board an die Blende für die Anschlüsse, und die Löcher liegen einen halben Zentimeter hinter den Gewinden. Also, wieder raus, gucken, feststellen: Es gibt noch einen zweiten Vorsatz, um die Blende für die Anschlüsse einen halben Zentimeter weiter außen zu montieren. Gesagt getan. Ziemliche Fummelei, passt nicht ganz, ist aber schließlich geschafft. Board wieder rein und ... passt beim besten Willen nicht an die Blende. Blende wieder raus, so eingesetzt wie beim ersten Mal, Board wieder rein ... und plötzlich passt es. Warum???
Na, egal. Irgendwann war ich endlich fertig. Ich schraube alles zu. Entdecke hinten an den Grafikanschlüssen noch Schutzkappen. Als ich sie testweise abziehen will, bemerke ich: Die Schutzkappen am HDMI-Anschluss ist so beschaffen, dass man sie nach Einbau des Boards nicht abkriegt, weil sich eine rechteckige Kappe nun mal nicht durch eine sechseckige Öffnung ziehen lässt. Darum, das Board noch mal raus, Kappen abziehen, wieder rein ...
Und so weiter.
Seufz.
Also, alles wie früher. Die eigentlich heiklen Aktionen klappen problemblos. Aber dann hält man sich ewig an Kleinigkeiten auf, einfach weil etwas nicht ganz passt, weil die Anleitung nicht stimmt, weil ein Hersteller irgendwo nicht nachgedacht hat. Vermeidbare Verzögerungen.
Wie auch immer. Jetzt bin ich fertig. Im Prinzip. Der Computer läuft allerdings immer noch nicht, schlicht, weil ich feststellen musste, dass mir doch noch ein paar Kabel und Abstandshalter fehlen. Die sind nachbestellt, und in drei Tagen kann ich hoffentlich die letzten Anschlüsse stecken und das Ding endlich testen.
Und bis dahin meine Rückenschmerzen kurieren.
Und meine Nostalgie pflegen. Denn an so was erinnere ich mich gut.
Genauso waren sie, die 90er ...
Und sie sind wieder da.
Wie wahr, wie wahr, kann ich nur sagen. Die 90er sind zurück. Auch in der Computerwelt. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Computerei in den 90ern. Beispielsweise an die damaligen Windows-Versionen. Windows war seinerzeit nur eine grafische Oberfläche für DOS, und wenn man mal ein echtes Problem hatte und wirklich ernsthaft was an der Technik einstellen wollte, dann wechselte man auf die Kommandozeile. Ich erinnere mich noch sehr gut an das Erscheinen von Windows XP: Zum ersten Mal konnte ich wirklich alles in den Menüs einstellen, und von Stund habe ich nie wieder eine Befehlszeile eingetippt.
Bis zum letzten Jahr. Mein erstes Problem mit Windows 8, ich suche im Internet nach Tipps, und die einzig funktionierende Lösung lautete: "Rufen Sie die Kommandozeile auf und tippen Sie ein ..."
Ja, die 90er Jahre sind in der Tat zurück.
Da ist es nur konsequent, wenn ich einen weiteren Brauch der 90er wiederbelebe und meinen PC selbst zusammenschraube. Das habe ich früher immer gemacht, weil man nur so ein optimales System bekam und auch noch das letzte Quäntchen Leistung aus der Hardware kitzeln konnte.
So um das Jahr 2000 hatte ich allerdings das erste Mal einen Rechner hier stehen, bei dem ich mir dachte: So, das reicht. Alles läuft perfekt. Schneller muss nicht sein. Und von da an konnte ich mir Fertig-PCs kaufen, weil die auch bei nicht optimaler Konfiguration locker ausreichten, meine Bedürfnisse zu erfüllen.
Und, ehrlich gesagt: Ich hatte auch so langsam die Schnauze voll von der Bastelei.
Auf die Gründe, warum ich jetzt doch wieder damit anfange, gehe ich vielleicht noch mal genauer an. Kurz gesagt, ich wollte was ganz spezielles, die Fertiglösungen waren alle so nachlässig zusammengestellt, das locker 25% Prozent Leistung verschenkt wurden, und da sagte ich mir: Das muss nicht sein.
Also, die perfekt passenden Einzelteile bestellt, gestern angekommen. Und der Zusammenbau begann.
Nach vier Stunden Schrauberei weiß ich jetzt wieder, warum ich damit aufgehört habe. Der Teufel steckt im Detail. So erinnere ich mich beispielsweise gut, dass das Einstecken der RAM-Riegel immer ein wenig heikel war. Auf einer Seite rasten sie ein, auf der anderen Seite wollen sie nicht recht, und zu fest drücken will man ja auch nicht.
Da war ich froh, als diesmal auf dem Mainboard zwei Hebel pro Speicherstick angeboten wurden, um sie einrasten zu lassen. Der Hersteller bot sogar ein Video an, wie es geht, deutlich sichtbar darin: ein Hebel auf jeder Seite. Auf dem Board tatsächlich vorhanden: nur ein Hebel. Ärgern, andere Videos suchen, feststellen: Der Hersteller hat nur ein Standardvideo für alle Boards, und meins ist offensichtlich das Einzige, das nur einseitig Hebel hat. Also, dieselbe RAMfrickelei wie vor 15 Jahren :-/
Einbau des Boards im Gehäuse: Ich setze das Board an die Blende für die Anschlüsse, und die Löcher liegen einen halben Zentimeter hinter den Gewinden. Also, wieder raus, gucken, feststellen: Es gibt noch einen zweiten Vorsatz, um die Blende für die Anschlüsse einen halben Zentimeter weiter außen zu montieren. Gesagt getan. Ziemliche Fummelei, passt nicht ganz, ist aber schließlich geschafft. Board wieder rein und ... passt beim besten Willen nicht an die Blende. Blende wieder raus, so eingesetzt wie beim ersten Mal, Board wieder rein ... und plötzlich passt es. Warum???
Na, egal. Irgendwann war ich endlich fertig. Ich schraube alles zu. Entdecke hinten an den Grafikanschlüssen noch Schutzkappen. Als ich sie testweise abziehen will, bemerke ich: Die Schutzkappen am HDMI-Anschluss ist so beschaffen, dass man sie nach Einbau des Boards nicht abkriegt, weil sich eine rechteckige Kappe nun mal nicht durch eine sechseckige Öffnung ziehen lässt. Darum, das Board noch mal raus, Kappen abziehen, wieder rein ...
Und so weiter.
Seufz.
Also, alles wie früher. Die eigentlich heiklen Aktionen klappen problemblos. Aber dann hält man sich ewig an Kleinigkeiten auf, einfach weil etwas nicht ganz passt, weil die Anleitung nicht stimmt, weil ein Hersteller irgendwo nicht nachgedacht hat. Vermeidbare Verzögerungen.
Wie auch immer. Jetzt bin ich fertig. Im Prinzip. Der Computer läuft allerdings immer noch nicht, schlicht, weil ich feststellen musste, dass mir doch noch ein paar Kabel und Abstandshalter fehlen. Die sind nachbestellt, und in drei Tagen kann ich hoffentlich die letzten Anschlüsse stecken und das Ding endlich testen.
Und bis dahin meine Rückenschmerzen kurieren.
Und meine Nostalgie pflegen. Denn an so was erinnere ich mich gut.
Genauso waren sie, die 90er ...
Und sie sind wieder da.
Mittwoch, 15. Juli 2015
Die Bahn - Premium Preis, null Service
Sprich, die Bahn muss die Zahl ihrer Sonderangebote (die’s ja immer noch gibt) spürbar verringert haben.
Für den Fernbus kriege ich problemlos ein Ticket für 10 Euro. Wenn es etwas schneller und komfortabler sein soll, zahle ich auch mal 20 Euro. Mehr als 25 Euro habe ich für ein Ticket nach München noch nie bezahlt. Macht eine Differenz von 150 Euro für Hin- und Rückfahrt. So viel Geld ist die etwas schnellere Fahrt und der größere Komfort bei der Bahn meist doch nicht wert.
Wenn, ja wenn es die schneller Fahrt und den größeren Komfort, den Fahrpläne und Zugbeschaffenheit versprechen, tatsächlich gibt. Da man nicht alle Strecken mit dem Fernbus fahren kann, stelle ich die Bahn diesbezüglich immer wieder auf die Probe. Und zu meinem Schrecken muss ich sagen:
In diesem Jahr habe ich nicht eine Bahnfahrt erlebt, bei der der Zug auch nur halbwegs fahrplanmäßig ankam, oder überhaupt die Strecke durchfahren konnte, die ich gebucht hatte.
Bei meinen ersten Fahrten schlug mir regelmäßig der Bahnstreik dazwischen. Als ich jetzt meine Eltern besuchen wollte, war ich also froh, dass wenige Tage vorher die Einigung im Tarifstreik verkündet wurde und der Streik endgültig abgesagt war. Dann müsste jetzt ja alles klappen, dachte ich mir ...
Pustekuchen!
Zuerst war es die S-Bahn von München nach Ebersberg, die in Grafing Bahnhof plötzlich nicht mehr weiterfuhr. Die Durchsage war nicht verständlich, und während wir Fahrgäste noch rätselten, was zu tun ist (Die Anzeige am Bahnhof sagte, der Zug fährt weiter nach Ebersberg, eine Durchsage verwies uns auf Gleis 2, der Schaffner am Bahnsteig schickte die Fahrgäste in die entgegengesetzte Richtung), verlor ich meinen Koffer aus den Augen und saß ohne Gepäck im falschen Zug. Den Koffer habe ich wiederbekommen, aber der Stress blieb an mir hängen.
Auf der Rückfahrt dann die BOB von Bayrischzell nach München. Am Bahnsteig erfuhr ich, dass die Strecke gesperrt ist und ein Schienenersatzverkehr fährt - super, eine Stunde Verspätung. Anschluss verpasst. Doppelt ärgerlich, dass das keine überraschende Unterbrechung war, sondern eine geplante Baustelle, sprich: Bei der Buchung wusste die Bahn schon, dass die Verbindung so nicht fährt. Hätte man mir das angezeigt, hätte ich mich drauf einstellen können. Als registriertem Nutzer hätte die Bahn mir auch noch eine Mail schicken können.
Tatsächlich musste ich erst zum Bahnsteig gehen, um von einem Hinweis auf dem Bahnsteigschild zurück zum Fahrplan geschickt zu werden (!), wo dann ein Zettel mit den Notfallplänen ging. Die dann noch nicht mal problemlos liefen.
In Miesbach lenkten uns die Angestellten zielgerecht in den falschen Bus. Hätte ich nicht zufällig durchs Busfenster noch das Busschild am Fahrzeug auf der anderen Straßenseite gesehen, wäre ich sonstwo gelandet. In Deisenhofen war der Anschlusszug nicht ausgeschildert - erst auf der Bahnsteiganzeige erfuhr man, dass der Zug nach München hier abfährt.
Hat eine Weile gedauert, bis ich alle Bahnsteige und Pläne abgeklappert habe, um überhaupt an der richtigen Stelle zu landen. Schön wäre gewesen, wenn wenigstens der Busfahrer angekündigt hätte, wo man hin muss - wenn Wegweiser am Bahnhof schon zu viel verlangt sind.
Die ärgerlichen Kleinigkeiten setzten sich fort. Im Zug war die erste Toilette defekt. Also, weiterlaufen in den nächsten Zugteil (kein durchgehender Zug, also Zugteilwechsel nur möglich, solange der Zug am Bahnsteig steht). Im nächsten Zugteil klebte kein Zettel, nur die Leuchtanzeige an der Tür verriet, dass dieses Klo auch defekt ist. Zum Glück stand ein Mitarbeiter herum und wies darauf hin, dass es noch einen dritten Zugteil gibt. Hier funktionierte die Toilette, aber dafür war in diesem Zugteil die Klimaanlage defekt, so dass ich den Rest der Fahrt die Außentemperatur von 29 Grad genießen konnte.
Also, bei der Bahn funktioniert nicht nur das große Ganze nicht (also die Beförderung zu den gebuchten Orten zu halbwegs verlässlichen Zeiten), es hapert auch am ganzen Drumherum. Und ob Streik, Orkan oder gar keine Störung, es läuft immer gleich schlecht. Genau genommen funktioniert nichts - nicht mal die Anzeige am Bahnsteig (siehe Foto von der letzten Etappe meiner Rückfahrt).
Und dafür dann der vierfache Fahrpreis wie bei den Mitbewerbern!
Mein Fazit lautet also: Bahnfahren ist was für Reisende, die gern eine zusätzliche Stunde Fahrt hätten, weil sie die Zeit brauchen, um noch einen miesen Blogeintrag über die Bahn zu schreiben - für den sie auch noch ein wenig Inspiration benötigen.
Wer allerdings in seinem Leben was besseres vorhat, sollte ein anderes Verkehrsmittel wählen.
Freitag, 3. Juli 2015
Der Computer als Klimaanlage
Zimmertemperatur: jetzt noch 31 Grad. Da habe ich mir doch langsam Sorgen um die Überhitzung meines Rechners gemacht und beschlossen, mal die Systemanzeigen zu checken. Ergebnis: CPU-Core-Temperatur: 18 Grad. Festplattentemperatur: 16 Grad.
Super. Bisher war nicht bewusst, dass mein Rechner bei Leistungsaufnahme auch kühlen kann. Hurra, ich habe eine Klimaanlage! Da werde ich jetzt erst mal ein fettes Game starten und die CPU-Last in die Höhe treiben. Vielleicht kann der Rechner die Raumtemperatur dann so weit absenken, dass ich heute Nacht vernünftig schlafen kann.
Super. Bisher war nicht bewusst, dass mein Rechner bei Leistungsaufnahme auch kühlen kann. Hurra, ich habe eine Klimaanlage! Da werde ich jetzt erst mal ein fettes Game starten und die CPU-Last in die Höhe treiben. Vielleicht kann der Rechner die Raumtemperatur dann so weit absenken, dass ich heute Nacht vernünftig schlafen kann.
Donnerstag, 2. Juli 2015
Freitag, 5. Juni 2015
Spiel mit Spinne
Als ich gestern Abend am Rechner saß, bemerkte ich oben rechts am Bildschirm ein neues Icon. Ich dachte schon, das Fenster-schließen-Kreuz wäre irgendwie gekrisselt ... oder ist das etwa ein Fleck auf dem Monitor? Die Umrisse erinnerten fast an eine Spinne ...
Ich habe also vorsichtig den Cursor in die Ecke bewegt.
Und es war eine Spinne!
Sie bewegte sich, schaute den Cursor an, zuckte davor zurück. Ganz langsam konnte ich die schüchterne kleine Spinne mit dem Cursor aus der Ecke herauslocken und quer über den Monitor dirigieren. Sie behielt ihn immer im Auge, drehte sich, wenn ich den Cursor um sie herumbewegte, kam langsam hinterher, wenn der Cursor sich entfernte, und wich vorsichtig aus, wenn ich den Cursor auf sie zubewegte.
Ein recht eindrucksvoller Beleg dafür, dass Springspinnen so ziemlich dasselbe sehen können, was Menschen auch sehen - und darauf reagieren.
Damit sich jetzt keiner beschwert, wie gemein ich zu dem armen Tierchen war: Natürlich habe ich der Spinne gleich darauf etwas zu trinken gegeben und sie ans Fenster gesetzt, was ja bekanntlich für Springspinnen als erstrebenswerter und einträglicher Aufenthaltsort gilt.
Trotzdem, als Fazit bleibt: Spinnen können Computerspielen.
Und ich kann froh sein, dass sie zu klein sind, um mich verärgert zu beißen. So viel Glück hat nicht jeder, wie man im hier verlinkten Video sieht.
Ich habe also vorsichtig den Cursor in die Ecke bewegt.
Und es war eine Spinne!
Sie bewegte sich, schaute den Cursor an, zuckte davor zurück. Ganz langsam konnte ich die schüchterne kleine Spinne mit dem Cursor aus der Ecke herauslocken und quer über den Monitor dirigieren. Sie behielt ihn immer im Auge, drehte sich, wenn ich den Cursor um sie herumbewegte, kam langsam hinterher, wenn der Cursor sich entfernte, und wich vorsichtig aus, wenn ich den Cursor auf sie zubewegte.
Ein recht eindrucksvoller Beleg dafür, dass Springspinnen so ziemlich dasselbe sehen können, was Menschen auch sehen - und darauf reagieren.
Damit sich jetzt keiner beschwert, wie gemein ich zu dem armen Tierchen war: Natürlich habe ich der Spinne gleich darauf etwas zu trinken gegeben und sie ans Fenster gesetzt, was ja bekanntlich für Springspinnen als erstrebenswerter und einträglicher Aufenthaltsort gilt.
Trotzdem, als Fazit bleibt: Spinnen können Computerspielen.
Und ich kann froh sein, dass sie zu klein sind, um mich verärgert zu beißen. So viel Glück hat nicht jeder, wie man im hier verlinkten Video sieht.
Freitag, 17. April 2015
Linux unterm Endoskop
Vor einigen Jahren habe ich mir eine Endoskopkamera gekauft. Als sie neu war, hab ich gern ein wenig damit rumgespielt - aber so richtig praktisch gebraucht habe ich sie nie. Bis heute. Der Fuß der Spülmaschine hatte sich im Bodenbelag verhakt, und nachdem ich vier Stunden lang vergebens versucht habe, das Gerät hervorzuziehen, wollte ich einfach mal nachschauen, wo genau es nun klemmt.
Das Problem ist: Das Netbook, an dem ich die Kamera früher eingerichtet habe (der einzige Computer, der handlich genug ist, um beim Heimwerken in er Küche damit zu hantieren) war inzwischen auf Linux Mint umgestellt. Die Software und Treiber für die Kamera waren natürlich nicht mehr vorhanden und existieren für Linux auch gar nicht.
Also dachte ich mir, probieren wir es einfach mal aus: Kamera eingesteckt, VLC Medienplayer gestartet. Das Bild war da. Eine halbe Stunde später war die Spülmaschine frei - es war nicht nur hilfreich, zu sehen, wo ich arbeite. Ich konnte auch deutlich erkennen, dass ich es noch tagelang hätte versuchen können, ohne die Maschine je über das Hindernis oder die Schiene unter die Schraube zu kriegen.
Das war also mal wirklich ein Problem, das ich ohne die Endoskopkamera nicht hätte lösen können (nicht, ohne den Bodenbelag unter der Spülmaschine komplett zu zerschneiden und in Streifen hervorzuziehen, heißt das). Damit hat sich die Kamera schon mal gelohnt.
Und als Fazit muss ich auch festhalten, wie verblüffend unkompliziert das alles unter Linux funktioniert hat. Hardware ist ja oft ein Problem bei Linux, weil die Hersteller selten Treiber liefern. Das ist sogar einer der beiden Hauptgründe, warum Linux verglichen mit Windows gern als "schwieriger" wahrgenommen wird. Aber offenbar nicht immer: Unter Windows XP habe ich die Kamera damals nicht per Plug & Play ans Laufen bekommen, da musste ich erst die mitgelieferten Treiber installieren.
Manchmal funktioniert Linux also tatsächlich sogar unkomplizierter als Windows.
Das Problem ist: Das Netbook, an dem ich die Kamera früher eingerichtet habe (der einzige Computer, der handlich genug ist, um beim Heimwerken in er Küche damit zu hantieren) war inzwischen auf Linux Mint umgestellt. Die Software und Treiber für die Kamera waren natürlich nicht mehr vorhanden und existieren für Linux auch gar nicht.
Also dachte ich mir, probieren wir es einfach mal aus: Kamera eingesteckt, VLC Medienplayer gestartet. Das Bild war da. Eine halbe Stunde später war die Spülmaschine frei - es war nicht nur hilfreich, zu sehen, wo ich arbeite. Ich konnte auch deutlich erkennen, dass ich es noch tagelang hätte versuchen können, ohne die Maschine je über das Hindernis oder die Schiene unter die Schraube zu kriegen.
Das war also mal wirklich ein Problem, das ich ohne die Endoskopkamera nicht hätte lösen können (nicht, ohne den Bodenbelag unter der Spülmaschine komplett zu zerschneiden und in Streifen hervorzuziehen, heißt das). Damit hat sich die Kamera schon mal gelohnt.
Und als Fazit muss ich auch festhalten, wie verblüffend unkompliziert das alles unter Linux funktioniert hat. Hardware ist ja oft ein Problem bei Linux, weil die Hersteller selten Treiber liefern. Das ist sogar einer der beiden Hauptgründe, warum Linux verglichen mit Windows gern als "schwieriger" wahrgenommen wird. Aber offenbar nicht immer: Unter Windows XP habe ich die Kamera damals nicht per Plug & Play ans Laufen bekommen, da musste ich erst die mitgelieferten Treiber installieren.
Manchmal funktioniert Linux also tatsächlich sogar unkomplizierter als Windows.
Mittwoch, 4. März 2015
Linux Mint Mate
Vor einiger Zeit hatte ich es ja schon geschrieben: Ich wünsche mir seit Langem ein Linux mit funktionierenden multiplen Desktops, war bisher aber immer zu faul für eine Neuinstallation. Nun, letztes Wochenende habe ich mich endlich aufgerafft.
Gründe für die Neuinstallation gab es einige, von den Desktops mal ganz abgesehen. So habe ich vor zwei Jahren, beim Umstieg auf Linux, mit mehreren Versionen des Betriebssystems experimentiert, bevor ich bei einer Variante hängen geblieben bin. Die Spuren dieser Experimente waren immer noch auf meiner Platte, in Form ungenutzter oder fehlerhaft eingerichteter Partitionen. Platz, den ich gerne sinnvoll genutzt hätte. Nur leider gab mir der Grub-Bootloader bei ersten Versuchen der Bereinigung deutlich zu verstehen, dass er jede Veränderung an diesem Wirrwarr nicht gnädig aufnehmen würde.
Mein aktuelles Linux sah auch nicht viel besser aus und trug die Spuren meiner ersten Experimente mit diesem Betriebssystem. Am deutlichsten fühlbar war eine Fehlermeldung, die seit einer gescheiterten Open-Office-Installation immer wieder mal auftauchte, auch wenn sie sonst ohne Folgen blieb.
Grund genug also, noch einmal alles neu und sauber aufzusetzen und dabei eine Variante mit guter Desktop-Unterstützung zu wählen. Da aber trotz dieser kleinen Lästigkeiten alles lief, so wie es war, blieb es bei dem frommen Wunsch, und der Elan für Taten fehlte.
Bis ... ja bis ich Ende letzten Jahres beschloss, meine Datensicherung in die Cloud zu verlagern und mein einziger Windows-Rechner beim Upload der Datenmengen in die Knie ging. Da lag der Gedanke nahe, die Aufgabe vom kleinen Laptop auf den »großen« Desktoprechner zu verlagern. Das Problem dabei: Ich musste mein NAS dazu fest in die Verzeichnisstruktur einbinden. Und bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich es unter Linux noch nicht mal geschafft, alle lokalen Platten bei Programmstart zu mounten.
Das alles war genug Anreiz, um es noch mal zu probieren, und zwar vorzugsweise mit einem neu installierten System, um alle möglichen Störquellen durch frühere Versuche auszuschließen.
Hier also das Ergebnis: Seit dem Wochenende steht alles. Ich bin wieder zu Linux Mint Mate zurückgekehrt. Der ein oder andere Leser mag sich daran erinnern: Das war das erste Linux, für das ich mich entschieden hatte und das mir sehr gut gefiel - bis mir auffiel, dass ich damit nicht drucken kann. Seit 2014 gibt es eine neue Version, die habe ich als Erstes probiert, und siehe da: Die Entwickler haben die Druckerprobleme in den Griff gekriegt.
Die komplette Installation dauerte am Ende nur einen Tag, inklusive aller »Sonderprogramme«, die ich so brauche. Jetzt funktioniert alles - und schneller als je zuvor. Meine Platten sind wieder sauber, keine Minipartitionen, die irgendwo rumhängen. Selbst den Bootloader konnte ich ersatzlos rausschmeißen, und es läuft trotzdem alles - Dualboot, wenn ich doch noch mal Win XP brauche, läuft jetzt übers BIOS. Ist aber eh schon seit Monaten nicht mehr vorgekommen.
Selbst die Kompromisse und »Unrundheiten«, die ich im letzten Jahr noch hinnehmen musste (dass beispielsweise einer meiner Drucker nur über Netzwerk ansprechbar war, aber nicht über USB), gehören der Vergangenheit an. Bei Virtual Box wurde mittlerweile sogar die manuelle Auflösungseinstellung hinzugefügt, die ich für meinen E-Ink-Monitor immer vermisste habe. Man kann also sagen, seit der Neuinstallation läuft es fast zu perfekt.
Und, ja: Die multiplen Desktops sind auch da und laufen flüssig. Hurra!
Gründe für die Neuinstallation gab es einige, von den Desktops mal ganz abgesehen. So habe ich vor zwei Jahren, beim Umstieg auf Linux, mit mehreren Versionen des Betriebssystems experimentiert, bevor ich bei einer Variante hängen geblieben bin. Die Spuren dieser Experimente waren immer noch auf meiner Platte, in Form ungenutzter oder fehlerhaft eingerichteter Partitionen. Platz, den ich gerne sinnvoll genutzt hätte. Nur leider gab mir der Grub-Bootloader bei ersten Versuchen der Bereinigung deutlich zu verstehen, dass er jede Veränderung an diesem Wirrwarr nicht gnädig aufnehmen würde.
Mein aktuelles Linux sah auch nicht viel besser aus und trug die Spuren meiner ersten Experimente mit diesem Betriebssystem. Am deutlichsten fühlbar war eine Fehlermeldung, die seit einer gescheiterten Open-Office-Installation immer wieder mal auftauchte, auch wenn sie sonst ohne Folgen blieb.
Grund genug also, noch einmal alles neu und sauber aufzusetzen und dabei eine Variante mit guter Desktop-Unterstützung zu wählen. Da aber trotz dieser kleinen Lästigkeiten alles lief, so wie es war, blieb es bei dem frommen Wunsch, und der Elan für Taten fehlte.
Bis ... ja bis ich Ende letzten Jahres beschloss, meine Datensicherung in die Cloud zu verlagern und mein einziger Windows-Rechner beim Upload der Datenmengen in die Knie ging. Da lag der Gedanke nahe, die Aufgabe vom kleinen Laptop auf den »großen« Desktoprechner zu verlagern. Das Problem dabei: Ich musste mein NAS dazu fest in die Verzeichnisstruktur einbinden. Und bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich es unter Linux noch nicht mal geschafft, alle lokalen Platten bei Programmstart zu mounten.
Das alles war genug Anreiz, um es noch mal zu probieren, und zwar vorzugsweise mit einem neu installierten System, um alle möglichen Störquellen durch frühere Versuche auszuschließen.
Hier also das Ergebnis: Seit dem Wochenende steht alles. Ich bin wieder zu Linux Mint Mate zurückgekehrt. Der ein oder andere Leser mag sich daran erinnern: Das war das erste Linux, für das ich mich entschieden hatte und das mir sehr gut gefiel - bis mir auffiel, dass ich damit nicht drucken kann. Seit 2014 gibt es eine neue Version, die habe ich als Erstes probiert, und siehe da: Die Entwickler haben die Druckerprobleme in den Griff gekriegt.
Die komplette Installation dauerte am Ende nur einen Tag, inklusive aller »Sonderprogramme«, die ich so brauche. Jetzt funktioniert alles - und schneller als je zuvor. Meine Platten sind wieder sauber, keine Minipartitionen, die irgendwo rumhängen. Selbst den Bootloader konnte ich ersatzlos rausschmeißen, und es läuft trotzdem alles - Dualboot, wenn ich doch noch mal Win XP brauche, läuft jetzt übers BIOS. Ist aber eh schon seit Monaten nicht mehr vorgekommen.
Selbst die Kompromisse und »Unrundheiten«, die ich im letzten Jahr noch hinnehmen musste (dass beispielsweise einer meiner Drucker nur über Netzwerk ansprechbar war, aber nicht über USB), gehören der Vergangenheit an. Bei Virtual Box wurde mittlerweile sogar die manuelle Auflösungseinstellung hinzugefügt, die ich für meinen E-Ink-Monitor immer vermisste habe. Man kann also sagen, seit der Neuinstallation läuft es fast zu perfekt.
Und, ja: Die multiplen Desktops sind auch da und laufen flüssig. Hurra!
Dienstag, 3. Februar 2015
Schnee - oh weh!
Gerade schaue ich zum Dachfenster raus und sehe Schnee. Das kann nicht sein! Nachdem ich in den letzten Wochen mehrfach n-hundert Meter Bürgersteig und Innenhof räumen musste und zuletzt kaum mehr Zeit hatte, um die Blasen an den Händen heilen zu lassen, habe ich vor zwei Tagen die Notbremse gezogen und das schwere Gerät in Stellung gebracht.
Also, Schneeketten auf die Kehrmaschine gezogen. Räumschild vorne angebracht. Nach allen Gesetzen der Meteorologie hätte damit der Winter vorbei sein müssen, denn wie man weiß, fällt Schnee nur dann, wenn man nicht vorbereitet ist. Im Vertrauen auf diese uralte Regel hatte ich mich schon bequem zurücklehnen wollen. Von meiner Weckzeit am Morgen habe ich die zusätzlichen Schneeschipp-Stunden schon wieder fortgenommen ... und dann so was :-(
Auf nix ist mehr Verlass.
Eigentlich - wenn nicht über Nacht alle Naturgesetze umgestoßen wurden - kann das nur zweierlei bedeuten: Entweder ist der Schnee morgen früh schon wieder weg. Oder die Räummaschine ist kaputt, und ich weiß es nur noch nicht.
Wie auch immer, morgen weiß ich mehr. Ich stell mir schon mal den Wecker, um es rechtzeitig rauszufinden.
Also, Schneeketten auf die Kehrmaschine gezogen. Räumschild vorne angebracht. Nach allen Gesetzen der Meteorologie hätte damit der Winter vorbei sein müssen, denn wie man weiß, fällt Schnee nur dann, wenn man nicht vorbereitet ist. Im Vertrauen auf diese uralte Regel hatte ich mich schon bequem zurücklehnen wollen. Von meiner Weckzeit am Morgen habe ich die zusätzlichen Schneeschipp-Stunden schon wieder fortgenommen ... und dann so was :-(
Auf nix ist mehr Verlass.
Eigentlich - wenn nicht über Nacht alle Naturgesetze umgestoßen wurden - kann das nur zweierlei bedeuten: Entweder ist der Schnee morgen früh schon wieder weg. Oder die Räummaschine ist kaputt, und ich weiß es nur noch nicht.
Wie auch immer, morgen weiß ich mehr. Ich stell mir schon mal den Wecker, um es rechtzeitig rauszufinden.
Mittwoch, 14. Januar 2015
Brizzel!
Gestern Abend wollte ich ein Fladenbrot zum Abendessen auftoasten. Ich schiebe es in den Toaster, ein Knall, Funkenflug - und ich stehe im Dunkeln. Dann wurde es hektisch, denn die Sicherung wollte sich nicht wieder reinschieben lassen. Und während der ganzen Zeit war zwar das Licht in der Wohnung weg, aber der Herd kochte munter weiter und verlangte meine Aufmerksamkeit, während ich nach und nach einen Verbraucher nach dem anderen vom Netz trennte und zum Sicherungskasten lief ...
Wie auch immer, nachdem ich nicht mehr weiter wusste und eine Weile gar nichts tat, klappte es beim nächsten Versuch plötzlich. Licht war wieder da ... Warum die ersten paar Anläufe nicht klappen wollten, bleibt ungeklärt. Jetzt muss nur ein neuer Toaster her.
Nach kaum fünfzehn Jahren kann man da wohl von einem klaren Fall geplanter Obsoleszens sprechen! ;-)
Wie auch immer, nachdem ich nicht mehr weiter wusste und eine Weile gar nichts tat, klappte es beim nächsten Versuch plötzlich. Licht war wieder da ... Warum die ersten paar Anläufe nicht klappen wollten, bleibt ungeklärt. Jetzt muss nur ein neuer Toaster her.
Nach kaum fünfzehn Jahren kann man da wohl von einem klaren Fall geplanter Obsoleszens sprechen! ;-)
Freitag, 2. Januar 2015
Herzlich willkommen, 2015!
Das letzte Jahr fing schon schlecht an, mit gesundheitlichen Problemen in der Familie. Viel besser ging es dann auch nicht weiter - im ersten Halbjahr hatte ich so viel zu tun, dass ich nur hektisch hinter allen Terminen herhecheln konnte. Dementsprechend (Stress schlägt ja bekanntlich auf die Datenspeicherung im Gehirn) habe ich an die ersten sieben Monate von 2014 nur sehr nebelhafte Erinnerungen - man könnte fast sagen, das halbe Jahr fehlt mir komplett.
Als es dann ruhiger wurde, fühlte ich mich ausgebrannt und brauchte ein paar Monate, um mich davon zu erholen. Und dann, zum Jahresende, folgte eine Umwälzung nach der anderen. Erst der überraschende Tod von Stefan Lübbe, dem Verleger, dessen Unternehmen ich als Gutachter, Übersetzer, Bearbeiter und auch als Autor seit insgesamt 15 Jahren verbunden bin. Das war ein Schock, mit dem vermutlich niemand gerechnet hätte, auch wenn sich die praktischen Auswirkungen wohl erst langfristig zeigen werden.
Kaum konnte man diese Nachricht sacken lassen, da folgte die nächste: Der Lektor, mit dem ich in den letzten Jahren hauptsächlich zusammengearbeitet habe, wollte zum Jahreswechsel den Verlag wechseln. Alles ändert sich. Und dann, zuletzt, die Nachricht, dass meine Agentur gleichfalls aufgelöst wird.
Kurz gesagt: Langsam reichte es, und ich war nicht traurig, dass 2014 zu Ende ist.
Was 2015 bringt, muss sich erst noch zeigen. Es ist ja alles in Bewegung derzeit. Ich will nicht sagen, es kann nur besser werden als das Vorjahr - aber ich hoffe das doch sehr. Denn zu genannten Dingen kamen noch ein paar andere unerfreuliche Begebenheiten. Die letzte schlechte Nachricht - dass sich nämlich die Gastgeber unserer geplanten Sylvesterfeier krank gemeldet haben und die Feier ausfiel - konnte mich jedenfalls kaum noch erschüttern. 2014 hatte sich so viel angesammelt, dass es vielleicht ganz gut war, mal vor der eigenen Haustür zu knallen und die bösen Geister zu vertreiben.
Das jedenfalls haben wir reichlich getan, und ich hoffe mal, mit Erfolg.
Ich wünsche jedenfalls allen, ob sie nun auch über 2014 zu motzen haben oder nicht, ein schönes neues Jahr. Und ich wünsche auf jeden Fall, dass 2015 ein besseres Jahr wird als das letzte.
Als es dann ruhiger wurde, fühlte ich mich ausgebrannt und brauchte ein paar Monate, um mich davon zu erholen. Und dann, zum Jahresende, folgte eine Umwälzung nach der anderen. Erst der überraschende Tod von Stefan Lübbe, dem Verleger, dessen Unternehmen ich als Gutachter, Übersetzer, Bearbeiter und auch als Autor seit insgesamt 15 Jahren verbunden bin. Das war ein Schock, mit dem vermutlich niemand gerechnet hätte, auch wenn sich die praktischen Auswirkungen wohl erst langfristig zeigen werden.
Kaum konnte man diese Nachricht sacken lassen, da folgte die nächste: Der Lektor, mit dem ich in den letzten Jahren hauptsächlich zusammengearbeitet habe, wollte zum Jahreswechsel den Verlag wechseln. Alles ändert sich. Und dann, zuletzt, die Nachricht, dass meine Agentur gleichfalls aufgelöst wird.
Kurz gesagt: Langsam reichte es, und ich war nicht traurig, dass 2014 zu Ende ist.
Was 2015 bringt, muss sich erst noch zeigen. Es ist ja alles in Bewegung derzeit. Ich will nicht sagen, es kann nur besser werden als das Vorjahr - aber ich hoffe das doch sehr. Denn zu genannten Dingen kamen noch ein paar andere unerfreuliche Begebenheiten. Die letzte schlechte Nachricht - dass sich nämlich die Gastgeber unserer geplanten Sylvesterfeier krank gemeldet haben und die Feier ausfiel - konnte mich jedenfalls kaum noch erschüttern. 2014 hatte sich so viel angesammelt, dass es vielleicht ganz gut war, mal vor der eigenen Haustür zu knallen und die bösen Geister zu vertreiben.
Das jedenfalls haben wir reichlich getan, und ich hoffe mal, mit Erfolg.
Ich wünsche jedenfalls allen, ob sie nun auch über 2014 zu motzen haben oder nicht, ein schönes neues Jahr. Und ich wünsche auf jeden Fall, dass 2015 ein besseres Jahr wird als das letzte.
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