Mittwoch, 14. Januar 2015

Brizzel!

Gestern Abend wollte ich ein Fladenbrot zum Abendessen auftoasten. Ich schiebe es in den Toaster, ein Knall, Funkenflug - und ich stehe im Dunkeln. Dann wurde es hektisch, denn die Sicherung wollte sich nicht wieder reinschieben lassen. Und während der ganzen Zeit war zwar das Licht in der Wohnung weg, aber der Herd kochte munter weiter und verlangte meine Aufmerksamkeit, während ich nach und nach einen Verbraucher nach dem anderen vom Netz trennte und zum Sicherungskasten lief ...

Wie auch immer, nachdem ich nicht mehr weiter wusste und eine Weile gar nichts tat, klappte es beim nächsten Versuch plötzlich. Licht war wieder da ... Warum die ersten paar Anläufe nicht klappen wollten, bleibt ungeklärt. Jetzt muss nur ein neuer Toaster her.
  Nach kaum fünfzehn Jahren kann man da wohl von einem klaren Fall geplanter Obsoleszens sprechen! ;-)

Freitag, 2. Januar 2015

Herzlich willkommen, 2015!

Das letzte Jahr fing schon schlecht an, mit gesundheitlichen Problemen in der Familie. Viel besser ging es dann auch nicht weiter - im ersten Halbjahr hatte ich so viel zu tun, dass ich nur hektisch hinter allen Terminen herhecheln konnte. Dementsprechend (Stress schlägt ja bekanntlich auf die Datenspeicherung im Gehirn) habe ich an die ersten sieben Monate von 2014 nur sehr nebelhafte Erinnerungen - man könnte fast sagen, das halbe Jahr fehlt mir komplett.
  Als es dann ruhiger wurde, fühlte ich mich ausgebrannt und brauchte ein paar Monate, um mich davon zu erholen. Und dann, zum Jahresende, folgte eine Umwälzung nach der anderen. Erst der überraschende Tod von Stefan Lübbe, dem Verleger, dessen Unternehmen ich als Gutachter, Übersetzer, Bearbeiter und auch als Autor seit insgesamt 15 Jahren verbunden bin. Das war ein Schock, mit dem vermutlich niemand gerechnet hätte, auch wenn sich die praktischen Auswirkungen wohl erst langfristig zeigen werden.
  Kaum konnte man diese Nachricht sacken lassen, da folgte die nächste: Der Lektor, mit dem ich in den letzten Jahren hauptsächlich zusammengearbeitet habe, wollte zum Jahreswechsel den Verlag wechseln. Alles ändert sich. Und dann, zuletzt, die Nachricht, dass meine Agentur gleichfalls aufgelöst wird.

Kurz gesagt: Langsam reichte es, und ich war nicht traurig, dass 2014 zu Ende ist.

Was 2015 bringt, muss sich erst noch zeigen. Es ist ja alles in Bewegung derzeit. Ich will nicht sagen, es kann nur besser werden als das Vorjahr - aber ich hoffe das doch sehr. Denn zu genannten Dingen kamen noch ein paar andere unerfreuliche Begebenheiten. Die letzte schlechte Nachricht - dass sich nämlich die Gastgeber unserer geplanten Sylvesterfeier krank gemeldet haben und die Feier ausfiel - konnte mich jedenfalls kaum noch erschüttern. 2014 hatte sich so viel angesammelt, dass es vielleicht ganz gut war, mal vor der eigenen Haustür zu knallen und die bösen Geister zu vertreiben.
  Das jedenfalls haben wir reichlich getan, und ich hoffe mal, mit Erfolg.
  Ich wünsche jedenfalls allen, ob sie nun auch über 2014 zu motzen haben oder nicht, ein schönes neues Jahr. Und ich wünsche auf jeden Fall, dass 2015 ein besseres Jahr wird als das letzte.

Dienstag, 2. Dezember 2014

NAS - spinnensicher

Seit dem Ende von Windows XP bin ich mit dem Netzwerk im Haus nicht mehr recht zufrieden. Mein Windows-8-PC kann nur sporadisch mal auf andere Rechner zugreifen. Beim Pad habe ich ohnehin schon festgestellt, dass es leichter ist, das Gerät per USB-Kabel anzuschließen oder Daten über die Cloud zu übertragen, als einfach übers Netzwerk was von einem anderen Gerät zu holen.
  Zum Geburtstag habe ich mir also ein NAS gewünscht, einen »Network Attached Storage«, und in den letzten Tagen alle unsere Daten darauf übertragen. Seit heute ist das Gerät offiziell in Betrieb, und ich habe nunmehr einen »Fileserver«, auf den alle Geräte im Haus jederzeit problemlos zugreifen und Daten austauschen können.
  Und es funktioniert!

Ein anderer Aspekt ... Manch einer mag mich paranoid nennen, aber eins vorweg: Ich mag Spinnen. Ich freue mich immer, wenn so ein nützlicher Achtbeiner bei mir in der Wohnung auftaucht, und ich biete den Tierchen sogar dann und wann mal ein Glas Wasser an, damit sie nicht austrocknen. Allerdings bin ich nicht so naiv, den Viechern einen verantwortungsvollen Umgang mit moderner Technik zuzutrauen.
  Im Gegenteil, gerade weil ich Spinnen mittlerweile recht gut kenne, habe ich auch mein NAS erst mal recht gut mit Insektennetzen bestückt, bevor ich es auf seinen endgültigen Platz in einer abgelegenen und dunklen Ecke befördert habe. Damit das heimische Netzwerk auch dauerhaft das einzige Netz bleibt, in dem das Gerät eingebunden ist.

Montag, 3. November 2014

TTIP ablehnen - aber wo?

Heute wollte ich gerne meine Stimme für das selbstorganisierte Volkbegehren gegen die transatlantischen Handelsbündnisse abgeben. Nicht, dass ich prinzipiell etwas gegen einen größeren "Binnenmarkt" hätte - aber angesichts der diskutierten Details scheint mir derzeit das Nutzen-Risiken-Verhältnis nicht gewahrt, und die Art der Verhandlungen ist ohnehin ein Angriff auf die Demokratie.
  Also bin ich durchaus geneigt, mich deutlich dagegen zu positionieren.
  Die Frage ist nur, wo soll ich meine Unterschrift abgeben?

Ich habe die Unterschriftensammlung gleich auf den Webseiten mehrerer Organisationen gefunden, die ich kenne und bei denen ich mir sicher bin, dass die Unterschrift an der richtigen Stelle landet. Nur, dort will ich nicht unterschreiben: Ich will zwar diese Initiative unterstützen, aber nur auf einer neutralen Plattform, wo meine Stimme nur dieser Petition zugeordnet wird - und nicht gleichzeitig eine Unterschrift für Attac/Lobbycontrol/BUND oder was auch immer ist.
  Das Problem ist, keine dieser bekannten Organisationen enthält einen Verweis auf eine neutrale Plattform. Daten zu dieser Petition habe ich auf mehreren neutralen Plattformen gefunden. Nur, während ich mir bei all den bekannten Organisationen sicher bin, dass meine Stimme am Ende auf der richtigen Liste landet, kenne ich mich auf keiner der unabhängigen Plattformen gut genug aus, um mir gewiss zu sein, dass ich tatsächlich die gemeinschaftlich organisierte, unabhängige Bürgerbefragung unterzeichne und am Ende nicht bei einem Trittbrettfahrer lande.
  Nachdem ich also eine Viertelstunde vergebens damit vebracht habe, einen bekannt seriösen Link zu finden, der mich zu einem neutralen Anbieter führt, habe ich hiermit aufgegeben. Vielleicht bin ich paranoid. Aber wenn sich mehrere Organisationen zusammenschließen, um eine gemeinsame Petition zu organisieren, dann erwarte ich, dass diese Organisationen auch in der Lage sind, auf eine gemeinschaftliche Seite für die Teilnahme zu verweisen - und dass nicht jeder einzelne Teilnehmer bemüht ist, die Stimmen nur für sich und auf seiner eigenen Seite zu sammeln und damit jeden, der sich gegen TTIP aussprechen möchte, zugleich auch zum Bekenntnis für eine der organisierenden Organisationen zu nötigen.

Ich weiß, dass es eine gemeinsame Plattform gibt. Irgendwann zu Beginn der Aktion habe ich irgendwo in der Zeitung davon gelesen ... und es leider nicht gleich aufgeschrieben :-(. Es wäre also schön, wenn diese Information auch im Verlauf der Petition ein wenig offener kommuniziert würde. Damit auch wirklich alle Bürger teilnehmen können, die eine Meinung zu dem Thema haben - und nicht nur die "Follower" der teilnehmenden Verbände mit ins Boot geholt werden.

Montag, 27. Oktober 2014

Künstliche Dummheit

An diesem Wochenende war es mal wieder so weit: die Zeitumstellung. Ein ganz besonderer Fall sind dabei jedes Mal die Aufnahmegeräte. Das war schon im Zeitalter der Videorekorder so, dass ich bei jeder Zeitumstellung aufpassen musste, dass die Aufnahmen noch klappten. Und es ist im Zeitalter der Satellitenreceiver mit Festplatte nicht besser geworden.
  War früher das Problem, dass die Geräte mittels künstlicher Intelligenz versucht haben, auf die Zeitumstellung zu reagieren, ist es heute ... nun, im Prinzip genauso. Nur funktioniert das noch schlechter.
  Früher passierte am Tag der Zeitumstellung nichts. Aber wenn ich schließlich die Daten per Hand umgestellt habe, fiel dem Gerät ein paar Wochen später ein, dass es die Zeit verändern muss - und es nahm entweder meine Zeiteinstellung zurück oder schlug noch einmal eine Stunde drauf. Doof, wenn man das nicht rechtzeitig bemerkt hat und dadurch eine Stunde bei der Aufnahme fehlte. Noch dööfer, wenn man es bemerkt und korrigiert hat, aber das Gerät in den Monaten nach der Zeitumstellung noch ein zweites- oder drittes Mal "nachjustierte" :-(

Mein Satellitenreceiver heute hat eine ganz eigene Macke. Er stellt die Zeit zwar nicht automatisch um. Aber wenn ich schließlich manuell auf Sommer- bzw. Winterzeitumstelle, dann korrigiert er die Programmierung gleich mit. Klar, ist ja logisch: Wenn ich jede Woche um 20:15 eine Serie aufnehme, dann fängt sie während der Winterzeit um 19:15 an ...
  Nein. Eigentlich nicht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was dieser hirnverbrannte Unfug in der Programmierung des Geräts für einen Sinn haben soll. Wann immer ich die Uhrzeit ändere, verschiebt das Gerät die programmierten Aufnahmezeiten um denselben Wert. In den letzten Jahren habe ich das jedesmal übersehen und hatte wieder abgeschnittene Aufnahmen.
 In diesem Jahr habe ich dran gedacht und nach der Uhrzeit auch die Programmierung geändert. Ich hoffe mal, das bleibt jetzt alles so.

Montag, 13. Oktober 2014

Satzfehler

Letzte Woche erreichte mich eine unangenehme Botschaft: Beim Satz meines letzten Buches wurde leider vergessen, meine Korrekturen in den Druckfahnen einzuarbeiten :-(. Nun bin ich lange genug als Lektor und Übersetzer in der Branche, um ähnliche Fälle bereits erlebt zu haben. Ich weiß, dass so was vorkommt. Aufregen ändert auch nichts daran.
  Ärgerlich ist es trotzdem, wenn so was bei einem eigenen Buch passiert.
 
Am Schlimmsten sind natürlich die Fehler, die den Lesern auffallen. Ob es davon so viele gibt, weiß ich nicht einmal - ich hatte zwar den ein oder anderen Fehler angestrichen, aber ich war ja nicht der Einzige, der die Druckfahnen gegengelesen hat. Was der Korrektor gefunden hat, wurde eingearbeitet. Und was dem unvoreingenommenem Leser auffällt, hat der Korrektor vermutlich auch gesehen.
  Was der Korrektor unter Umständen übersieht, sind inhaltliche Fehler. Als Autor, der weiß, was da stehen sollte, sieht man das ja besonders gut, und darum habe ich in den Fahnen noch einmal extra darauf geachtet. Allerdings hatte ich den Roman ja auch nach dem Lektorat noch einmal gelesen, was bedeutet: Alle Fehler, die noch in den Fahnen waren, sind so verwickelt, dass selbst der Autor sie erst auf den zweiten Blick bemerkt.
  Was eigentlich dafür spricht, dass vermutlich nicht viele Leser über diese Details stolpern. Trotzdem, wenn jemand darüber stolpert, ist es schon peinlich: Ich erinnere mich, dass ich in den Fahnen zumindest zwei vertauschte Himmelsrichtungen gefunden habe, und auch Stellen, bei denen im Lektorat gekürzt worden ist und das, was da stand, deswegen bei genauerem Hinsehen keinen Sinn mehr ergab. Wenn beispielsweise zwei Mauerringe um eine Stadt liegen, die Angreifer den ersten Mauerring passieren und vor dem zweiten stehen - aber genau diese Tatsache im Buch nirgendwo mehr deutlich gesagt wird, weshalb anfangs der Eindruck entstehen könnte, alles spiele sich am äußeren Mauerring ab.
  Peinlich, wenn so der Eindruck entsteht, dass der Autor selbst etwas verdreht hat.
  Die Frage, die sich mir stellt, ist da natürlich: Wenn ich diese Fehler beim ersten Lesen selbst übersehen habe - ist das ein Hinweis darauf, dass sie so versteckt sind, dass sie ohnehin kein unbeteiligter Dritter bemerkt? Oder habe ich sie gerade darum übersehen, weil ich weiß, was eigentlich da stehen sollte, während der unbeteiligte Leser gerade deswegen verwirrt wird?
 
Die Erfahrung sagt mir, vermutlich eher Ersteres. Die Sorge, das Letzteres der Fall sein könnte, bleibt. Und was auch bleibt, ist der ärgerliche Umstand, dass doch recht viel Zeit in die Fahnenkorrektur gewandert ist, und dass diese Arbeit nun vergebens war. Nicht nur, weil die Korrekturen nicht eingegeben wurden. Auch deswegen, weil sie komplett bei der Litho verschwunden sind und ich nicht einmal Kopien zurückbehalten habe, anhand derer ich die Korrekturen zumindest für eine Nachauflage noch mal nutzen könnte.

Sonntag, 28. September 2014

Hamsterbacke

Der Herbst fängt ja wieder gut an. Erst mal 'ne fette Erkältung zum Monatsanfang. Letzten Mittwoch dann die fette Zahn-OP: eine Weisheitszahnextraktion am Unterkiefer. Und es kam tatsächlich die Knochensäge zum Einsatz. :-O

Das Ergebnis ist ein wenig zwiespältig. Erst mal schien alles toll zu laufen. Als die Betäubung nachließ, habe ich mal eine Schmerztablette genommen, eher aus Pflichtbewusstsein, weil "Entzündungshemmend" draufstand. Nötig wars nicht, und eine zweite Tablete wäre dann gar nicht mehr zu rechtfertigen gewesen. Am Donnerstag tat schon überhaupt nichts mehr weh.
  Aus sonst gings mir gut. Kein Fieber, gutes Allgemeinbefinden - nur halt eine geschwollene Backe, die bis zum Samstag immer weiter wuchs und groteske Ausmaße annahm ... Vor allem an der Innenseite, wenn ich mit der Zunge getastet habe. Ab Freitag konnte auch den Mund wieder weit genug öffnen, um reinzuschauen, und da musste ich feststellen, dass es immer röter wurde.
  Also, Entzündet oder nicht? Auch der Zahnarzt, den ich im Samstag dann aufsuchte, wusste darauf letztendlich keine Antwort. Es hätte sich eigentlich bessern sollen, andererseits können die Symptome durchaus noch vom OP-Trauma herrühren, und mangels sonstiger typischer Symptome ist das auch nicht unwahrscheinlich.

Wird also wohl noch ein paar Tage dauern, bis ich weiß, ob ich aufatmen kann (und Schwellung und Rötung nur vom aufgerissenen Knochen und den Blutungen kommen, was irgendwann einfach von selbst weggeht), oder ob da doch noch eine Infektion sitzt, die aufwendiger behandelt werden muss.