Seit dem Ende von Windows XP bin ich mit dem Netzwerk im Haus nicht mehr recht zufrieden. Mein Windows-8-PC kann nur sporadisch mal auf andere Rechner zugreifen. Beim Pad habe ich ohnehin schon festgestellt, dass es leichter ist, das Gerät per USB-Kabel anzuschließen oder Daten über die Cloud zu übertragen, als einfach übers Netzwerk was von einem anderen Gerät zu holen.
Zum Geburtstag habe ich mir also ein NAS gewünscht, einen »Network Attached Storage«, und in den letzten Tagen alle unsere Daten darauf übertragen. Seit heute ist das Gerät offiziell in Betrieb, und ich habe nunmehr einen »Fileserver«, auf den alle Geräte im Haus jederzeit problemlos zugreifen und Daten austauschen können.
Und es funktioniert!
Ein anderer Aspekt ... Manch einer mag mich paranoid nennen, aber eins vorweg: Ich mag Spinnen. Ich freue mich immer, wenn so ein nützlicher Achtbeiner bei mir in der Wohnung auftaucht, und ich biete den Tierchen sogar dann und wann mal ein Glas Wasser an, damit sie nicht austrocknen. Allerdings bin ich nicht so naiv, den Viechern einen verantwortungsvollen Umgang mit moderner Technik zuzutrauen.
Im Gegenteil, gerade weil ich Spinnen mittlerweile recht gut kenne, habe ich auch mein NAS erst mal recht gut mit Insektennetzen bestückt, bevor ich es auf seinen endgültigen Platz in einer abgelegenen und dunklen Ecke befördert habe. Damit das heimische Netzwerk auch dauerhaft das einzige Netz bleibt, in dem das Gerät eingebunden ist.
Dienstag, 2. Dezember 2014
Montag, 3. November 2014
TTIP ablehnen - aber wo?
Heute wollte ich gerne meine Stimme für das selbstorganisierte Volkbegehren gegen die transatlantischen Handelsbündnisse abgeben. Nicht, dass ich prinzipiell etwas gegen einen größeren "Binnenmarkt" hätte - aber angesichts der diskutierten Details scheint mir derzeit das Nutzen-Risiken-Verhältnis nicht gewahrt, und die Art der Verhandlungen ist ohnehin ein Angriff auf die Demokratie.
Also bin ich durchaus geneigt, mich deutlich dagegen zu positionieren.
Die Frage ist nur, wo soll ich meine Unterschrift abgeben?
Ich habe die Unterschriftensammlung gleich auf den Webseiten mehrerer Organisationen gefunden, die ich kenne und bei denen ich mir sicher bin, dass die Unterschrift an der richtigen Stelle landet. Nur, dort will ich nicht unterschreiben: Ich will zwar diese Initiative unterstützen, aber nur auf einer neutralen Plattform, wo meine Stimme nur dieser Petition zugeordnet wird - und nicht gleichzeitig eine Unterschrift für Attac/Lobbycontrol/BUND oder was auch immer ist.
Das Problem ist, keine dieser bekannten Organisationen enthält einen Verweis auf eine neutrale Plattform. Daten zu dieser Petition habe ich auf mehreren neutralen Plattformen gefunden. Nur, während ich mir bei all den bekannten Organisationen sicher bin, dass meine Stimme am Ende auf der richtigen Liste landet, kenne ich mich auf keiner der unabhängigen Plattformen gut genug aus, um mir gewiss zu sein, dass ich tatsächlich die gemeinschaftlich organisierte, unabhängige Bürgerbefragung unterzeichne und am Ende nicht bei einem Trittbrettfahrer lande.
Nachdem ich also eine Viertelstunde vergebens damit vebracht habe, einen bekannt seriösen Link zu finden, der mich zu einem neutralen Anbieter führt, habe ich hiermit aufgegeben. Vielleicht bin ich paranoid. Aber wenn sich mehrere Organisationen zusammenschließen, um eine gemeinsame Petition zu organisieren, dann erwarte ich, dass diese Organisationen auch in der Lage sind, auf eine gemeinschaftliche Seite für die Teilnahme zu verweisen - und dass nicht jeder einzelne Teilnehmer bemüht ist, die Stimmen nur für sich und auf seiner eigenen Seite zu sammeln und damit jeden, der sich gegen TTIP aussprechen möchte, zugleich auch zum Bekenntnis für eine der organisierenden Organisationen zu nötigen.
Ich weiß, dass es eine gemeinsame Plattform gibt. Irgendwann zu Beginn der Aktion habe ich irgendwo in der Zeitung davon gelesen ... und es leider nicht gleich aufgeschrieben :-(. Es wäre also schön, wenn diese Information auch im Verlauf der Petition ein wenig offener kommuniziert würde. Damit auch wirklich alle Bürger teilnehmen können, die eine Meinung zu dem Thema haben - und nicht nur die "Follower" der teilnehmenden Verbände mit ins Boot geholt werden.
Also bin ich durchaus geneigt, mich deutlich dagegen zu positionieren.
Die Frage ist nur, wo soll ich meine Unterschrift abgeben?
Ich habe die Unterschriftensammlung gleich auf den Webseiten mehrerer Organisationen gefunden, die ich kenne und bei denen ich mir sicher bin, dass die Unterschrift an der richtigen Stelle landet. Nur, dort will ich nicht unterschreiben: Ich will zwar diese Initiative unterstützen, aber nur auf einer neutralen Plattform, wo meine Stimme nur dieser Petition zugeordnet wird - und nicht gleichzeitig eine Unterschrift für Attac/Lobbycontrol/BUND oder was auch immer ist.
Das Problem ist, keine dieser bekannten Organisationen enthält einen Verweis auf eine neutrale Plattform. Daten zu dieser Petition habe ich auf mehreren neutralen Plattformen gefunden. Nur, während ich mir bei all den bekannten Organisationen sicher bin, dass meine Stimme am Ende auf der richtigen Liste landet, kenne ich mich auf keiner der unabhängigen Plattformen gut genug aus, um mir gewiss zu sein, dass ich tatsächlich die gemeinschaftlich organisierte, unabhängige Bürgerbefragung unterzeichne und am Ende nicht bei einem Trittbrettfahrer lande.
Nachdem ich also eine Viertelstunde vergebens damit vebracht habe, einen bekannt seriösen Link zu finden, der mich zu einem neutralen Anbieter führt, habe ich hiermit aufgegeben. Vielleicht bin ich paranoid. Aber wenn sich mehrere Organisationen zusammenschließen, um eine gemeinsame Petition zu organisieren, dann erwarte ich, dass diese Organisationen auch in der Lage sind, auf eine gemeinschaftliche Seite für die Teilnahme zu verweisen - und dass nicht jeder einzelne Teilnehmer bemüht ist, die Stimmen nur für sich und auf seiner eigenen Seite zu sammeln und damit jeden, der sich gegen TTIP aussprechen möchte, zugleich auch zum Bekenntnis für eine der organisierenden Organisationen zu nötigen.
Ich weiß, dass es eine gemeinsame Plattform gibt. Irgendwann zu Beginn der Aktion habe ich irgendwo in der Zeitung davon gelesen ... und es leider nicht gleich aufgeschrieben :-(. Es wäre also schön, wenn diese Information auch im Verlauf der Petition ein wenig offener kommuniziert würde. Damit auch wirklich alle Bürger teilnehmen können, die eine Meinung zu dem Thema haben - und nicht nur die "Follower" der teilnehmenden Verbände mit ins Boot geholt werden.
Montag, 27. Oktober 2014
Künstliche Dummheit
An diesem Wochenende war es mal wieder so weit: die Zeitumstellung. Ein ganz besonderer Fall sind dabei jedes Mal die Aufnahmegeräte. Das war schon im Zeitalter der Videorekorder so, dass ich bei jeder Zeitumstellung aufpassen musste, dass die Aufnahmen noch klappten. Und es ist im Zeitalter der Satellitenreceiver mit Festplatte nicht besser geworden.
War früher das Problem, dass die Geräte mittels künstlicher Intelligenz versucht haben, auf die Zeitumstellung zu reagieren, ist es heute ... nun, im Prinzip genauso. Nur funktioniert das noch schlechter.
Früher passierte am Tag der Zeitumstellung nichts. Aber wenn ich schließlich die Daten per Hand umgestellt habe, fiel dem Gerät ein paar Wochen später ein, dass es die Zeit verändern muss - und es nahm entweder meine Zeiteinstellung zurück oder schlug noch einmal eine Stunde drauf. Doof, wenn man das nicht rechtzeitig bemerkt hat und dadurch eine Stunde bei der Aufnahme fehlte. Noch dööfer, wenn man es bemerkt und korrigiert hat, aber das Gerät in den Monaten nach der Zeitumstellung noch ein zweites- oder drittes Mal "nachjustierte" :-(
Mein Satellitenreceiver heute hat eine ganz eigene Macke. Er stellt die Zeit zwar nicht automatisch um. Aber wenn ich schließlich manuell auf Sommer- bzw. Winterzeitumstelle, dann korrigiert er die Programmierung gleich mit. Klar, ist ja logisch: Wenn ich jede Woche um 20:15 eine Serie aufnehme, dann fängt sie während der Winterzeit um 19:15 an ...
Nein. Eigentlich nicht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was dieser hirnverbrannte Unfug in der Programmierung des Geräts für einen Sinn haben soll. Wann immer ich die Uhrzeit ändere, verschiebt das Gerät die programmierten Aufnahmezeiten um denselben Wert. In den letzten Jahren habe ich das jedesmal übersehen und hatte wieder abgeschnittene Aufnahmen.
In diesem Jahr habe ich dran gedacht und nach der Uhrzeit auch die Programmierung geändert. Ich hoffe mal, das bleibt jetzt alles so.
War früher das Problem, dass die Geräte mittels künstlicher Intelligenz versucht haben, auf die Zeitumstellung zu reagieren, ist es heute ... nun, im Prinzip genauso. Nur funktioniert das noch schlechter.
Früher passierte am Tag der Zeitumstellung nichts. Aber wenn ich schließlich die Daten per Hand umgestellt habe, fiel dem Gerät ein paar Wochen später ein, dass es die Zeit verändern muss - und es nahm entweder meine Zeiteinstellung zurück oder schlug noch einmal eine Stunde drauf. Doof, wenn man das nicht rechtzeitig bemerkt hat und dadurch eine Stunde bei der Aufnahme fehlte. Noch dööfer, wenn man es bemerkt und korrigiert hat, aber das Gerät in den Monaten nach der Zeitumstellung noch ein zweites- oder drittes Mal "nachjustierte" :-(
Mein Satellitenreceiver heute hat eine ganz eigene Macke. Er stellt die Zeit zwar nicht automatisch um. Aber wenn ich schließlich manuell auf Sommer- bzw. Winterzeitumstelle, dann korrigiert er die Programmierung gleich mit. Klar, ist ja logisch: Wenn ich jede Woche um 20:15 eine Serie aufnehme, dann fängt sie während der Winterzeit um 19:15 an ...
Nein. Eigentlich nicht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was dieser hirnverbrannte Unfug in der Programmierung des Geräts für einen Sinn haben soll. Wann immer ich die Uhrzeit ändere, verschiebt das Gerät die programmierten Aufnahmezeiten um denselben Wert. In den letzten Jahren habe ich das jedesmal übersehen und hatte wieder abgeschnittene Aufnahmen.
In diesem Jahr habe ich dran gedacht und nach der Uhrzeit auch die Programmierung geändert. Ich hoffe mal, das bleibt jetzt alles so.
Montag, 13. Oktober 2014
Satzfehler
Letzte
Woche erreichte mich eine unangenehme Botschaft: Beim Satz meines
letzten Buches wurde leider vergessen, meine Korrekturen in den
Druckfahnen einzuarbeiten :-(. Nun bin ich lange genug als Lektor und
Übersetzer in der Branche, um ähnliche Fälle bereits erlebt zu haben.
Ich weiß, dass so was vorkommt. Aufregen ändert auch nichts daran.
Ärgerlich ist es trotzdem, wenn so was bei einem eigenen Buch passiert.
Am Schlimmsten sind natürlich die Fehler, die den Lesern auffallen.
Ob es davon so viele gibt, weiß ich nicht einmal - ich hatte zwar den
ein oder anderen Fehler angestrichen, aber ich war ja nicht der Einzige,
der die Druckfahnen gegengelesen hat. Was der Korrektor gefunden hat,
wurde eingearbeitet. Und was dem unvoreingenommenem Leser auffällt, hat
der Korrektor vermutlich auch gesehen.
Was der Korrektor unter Umständen übersieht, sind inhaltliche
Fehler. Als Autor, der weiß, was da stehen sollte, sieht man das ja
besonders gut, und darum habe ich in den Fahnen noch einmal extra darauf
geachtet. Allerdings hatte ich den Roman ja auch nach dem Lektorat noch
einmal gelesen, was bedeutet: Alle Fehler, die noch in den Fahnen
waren, sind so verwickelt, dass selbst der Autor sie erst auf den
zweiten Blick bemerkt.
Was eigentlich dafür spricht, dass vermutlich nicht viele Leser über diese Details stolpern. Trotzdem, wenn
jemand darüber stolpert, ist es schon peinlich: Ich erinnere mich, dass
ich in den Fahnen zumindest zwei vertauschte Himmelsrichtungen gefunden
habe, und auch Stellen, bei denen im Lektorat gekürzt worden ist und
das, was da stand, deswegen bei genauerem Hinsehen keinen Sinn mehr
ergab. Wenn beispielsweise zwei Mauerringe um eine Stadt liegen, die
Angreifer den ersten Mauerring passieren und vor dem zweiten stehen -
aber genau diese Tatsache im Buch nirgendwo mehr deutlich gesagt wird,
weshalb anfangs der Eindruck entstehen könnte, alles spiele sich am
äußeren Mauerring ab.
Peinlich, wenn so der Eindruck entsteht, dass der Autor selbst etwas verdreht hat.
Die Frage, die sich mir stellt, ist da natürlich: Wenn ich diese
Fehler beim ersten Lesen selbst übersehen habe - ist das ein Hinweis
darauf, dass sie so versteckt sind, dass sie ohnehin kein unbeteiligter
Dritter bemerkt? Oder habe ich sie gerade darum übersehen, weil ich
weiß, was eigentlich da stehen sollte, während der unbeteiligte Leser
gerade deswegen verwirrt wird?
Die Erfahrung sagt mir, vermutlich eher Ersteres. Die Sorge, das
Letzteres der Fall sein könnte, bleibt. Und was auch bleibt, ist der
ärgerliche Umstand, dass doch recht viel Zeit in die Fahnenkorrektur
gewandert ist, und dass diese Arbeit nun vergebens war. Nicht nur, weil
die Korrekturen nicht eingegeben wurden. Auch deswegen, weil sie
komplett bei der Litho verschwunden sind und ich nicht einmal Kopien
zurückbehalten habe, anhand derer ich die Korrekturen zumindest für eine
Nachauflage noch mal nutzen könnte.
Sonntag, 28. September 2014
Hamsterbacke
Der Herbst fängt ja wieder gut an. Erst mal 'ne fette Erkältung zum Monatsanfang. Letzten Mittwoch dann die fette Zahn-OP: eine Weisheitszahnextraktion am Unterkiefer. Und es kam tatsächlich die Knochensäge zum Einsatz. :-O
Das Ergebnis ist ein wenig zwiespältig. Erst mal schien alles toll zu laufen. Als die Betäubung nachließ, habe ich mal eine Schmerztablette genommen, eher aus Pflichtbewusstsein, weil "Entzündungshemmend" draufstand. Nötig wars nicht, und eine zweite Tablete wäre dann gar nicht mehr zu rechtfertigen gewesen. Am Donnerstag tat schon überhaupt nichts mehr weh.
Aus sonst gings mir gut. Kein Fieber, gutes Allgemeinbefinden - nur halt eine geschwollene Backe, die bis zum Samstag immer weiter wuchs und groteske Ausmaße annahm ... Vor allem an der Innenseite, wenn ich mit der Zunge getastet habe. Ab Freitag konnte auch den Mund wieder weit genug öffnen, um reinzuschauen, und da musste ich feststellen, dass es immer röter wurde.
Also, Entzündet oder nicht? Auch der Zahnarzt, den ich im Samstag dann aufsuchte, wusste darauf letztendlich keine Antwort. Es hätte sich eigentlich bessern sollen, andererseits können die Symptome durchaus noch vom OP-Trauma herrühren, und mangels sonstiger typischer Symptome ist das auch nicht unwahrscheinlich.
Wird also wohl noch ein paar Tage dauern, bis ich weiß, ob ich aufatmen kann (und Schwellung und Rötung nur vom aufgerissenen Knochen und den Blutungen kommen, was irgendwann einfach von selbst weggeht), oder ob da doch noch eine Infektion sitzt, die aufwendiger behandelt werden muss.
Das Ergebnis ist ein wenig zwiespältig. Erst mal schien alles toll zu laufen. Als die Betäubung nachließ, habe ich mal eine Schmerztablette genommen, eher aus Pflichtbewusstsein, weil "Entzündungshemmend" draufstand. Nötig wars nicht, und eine zweite Tablete wäre dann gar nicht mehr zu rechtfertigen gewesen. Am Donnerstag tat schon überhaupt nichts mehr weh.
Aus sonst gings mir gut. Kein Fieber, gutes Allgemeinbefinden - nur halt eine geschwollene Backe, die bis zum Samstag immer weiter wuchs und groteske Ausmaße annahm ... Vor allem an der Innenseite, wenn ich mit der Zunge getastet habe. Ab Freitag konnte auch den Mund wieder weit genug öffnen, um reinzuschauen, und da musste ich feststellen, dass es immer röter wurde.
Also, Entzündet oder nicht? Auch der Zahnarzt, den ich im Samstag dann aufsuchte, wusste darauf letztendlich keine Antwort. Es hätte sich eigentlich bessern sollen, andererseits können die Symptome durchaus noch vom OP-Trauma herrühren, und mangels sonstiger typischer Symptome ist das auch nicht unwahrscheinlich.
Wird also wohl noch ein paar Tage dauern, bis ich weiß, ob ich aufatmen kann (und Schwellung und Rötung nur vom aufgerissenen Knochen und den Blutungen kommen, was irgendwann einfach von selbst weggeht), oder ob da doch noch eine Infektion sitzt, die aufwendiger behandelt werden muss.
Donnerstag, 11. September 2014
Was machen die eigentlich alle?
Letztens las ich eine Rezension zum neuen Surface-Tablet von Microsoft und stolperte über die Bemerkung, dass die "Leistung für die meisten alltäglichen Anwendungen ausreicht". Dazu muss man wissen, dass das Surface in seiner Klasse ein High-End-Produkt ist und erheblich leistungsfähiger als das Aldi-Megapad, von dem ich an anderer Stelle in meinem Blog berichtet habe.
Und lässt man die Reperaturprobleme bei dem Medion-Gerät mal beiseite, so muss ich doch sagen: über die Leistungsfähigkeit des Aldi-Gerätes konnte ich mich nie beklagen. Die reicht nicht nur für "die meisten alltäglichen Aufgaben", sondern so ziemlich für alles, was ich mit einem Computer mache. Genau genommen ist dieses Pad derzeit sogar der leistungsstärkste Rechner in meinem Haus, und mit den anderen, langsameren Geräten komme ich auch klaglos zurecht. Ich mache sogar Spiele damit - außer den neusten 3D-Spielen läuft alles.
Wenn ich also Rezensionen wie die oben genannte lese, dann frage ich mich: Was machen die eigentlich alle mit ihrem Computer?
Das frage ich mich schon seit einer ganzen Weile. Genau genommen, seitdem ich mir eines der ersten Netbooks gekauft habe: den Samsung NC10. Ein tolles und ungemein praktisches Gerät, das inzwischen schon in die Jahre gekommen ist, aber mir auf Reisen immer noch ein vollwertiges Büro ersetzt.
Auf diesem Computer habe ich unterwegs meine Übersetzersoftware laufen lassen, Wörterbücher, Mailprogramm, Internet und Office-Programm - letztere sogar mit mehreren Fenstern. Alles gleichzeitig. Ich bin immer wieder mit Alt-Tab von einer Anwendung zur nächsten gesprungen, und nie habe ich bemerkt, dass mein kleiner Netti irgendwo hängt. Sprich: Für jede Art von Büroarbeit und sogar für Multitasking war der NC-10 stets schnell genug.
Und dann habe ich in Rezensionen regelmäßig gelesen: "Fürs Surfen reicht es gerade aus. Aber schon bei einfachen Office-Aufgaben oder wenn man mehr als zwei Fenster auf hat, hängt es."
Also, was zum Teufel machen die anderen mit solchen Rechnern, dass der bei denen schon bei Office-Aufgaben in die Knie geht, während ich munter und flott drauf arbeite? Und noch dazu mit runtergeschaltetem Prozessor - ich kann mich nicht erinnern, dass ich den Samsung je anders als im Sparmodus benutzt habe.
Als ich also gestern wieder mal über diese Frage stolperte, kam mir erstmals eine Antwort in den Sinn. Eine Sache gibt es tatsächlich, die ich seit zehn Jahren anders mache als die meisten anderen Computernutzer.
Vor gut zehn Jahren habe ich Microsoft Wort von meinen Rechnern geschmissen und habe danach erst mal mit Open Office, in letzter Zeit bevorzugt mit Papyrus Autor gearbeitet. Und weil das das einzige ist, was mir an möglichen Unterschieden einfällt, frage ich mich jetzt also: Liegt es etwa daran, wenn andere immer schnellere Rechner brauchen und sich darüber beklagen, dass nicht mal ihre Büroarbeit flüssig läuft, während ich auf denselben Maschinen noch ein halbes Dutzend andere Programme gleichzeitig laufen lasse?
Kann es sein, dass Microsoft Office allein so ressourcenabhängig ist, dass es langsamere Rechner an die Leistungsgrenze bringt?
Keine Ahnung. Ich habe kein neueres MS Office hier, um es auszuprobieren. Tatsache ist nur, an den Dateien, die ich so kriege, merke ich, dass anscheinend die meisten Anwender damit arbeiten. Also wäre es zumindest eine glaubwürdige Erklärung für die so oft gehörten und von mir nicht nachvollziehbaren Klagen.
Ich stelle das einfach mal als Frage in den Raum. Vielleicht kann jemand ja etwas dazu sagen, wenn er auf diese Weise darauf aufmerksam wird und mal ausprobiert, ob das Gefühl der Langsamkeit wirklich am Rechner liegt oder an einer überflüssig trägen Software.
Ich fände es jedenfalls erschreckend, wenn eine einfache Bürosoftware Anforderungen an die Hardware stellt, die schon in die Bereiche führen, die ich aus meiner Perspektive eher den "Powergamern" zuordnen würde.
Und lässt man die Reperaturprobleme bei dem Medion-Gerät mal beiseite, so muss ich doch sagen: über die Leistungsfähigkeit des Aldi-Gerätes konnte ich mich nie beklagen. Die reicht nicht nur für "die meisten alltäglichen Aufgaben", sondern so ziemlich für alles, was ich mit einem Computer mache. Genau genommen ist dieses Pad derzeit sogar der leistungsstärkste Rechner in meinem Haus, und mit den anderen, langsameren Geräten komme ich auch klaglos zurecht. Ich mache sogar Spiele damit - außer den neusten 3D-Spielen läuft alles.
Wenn ich also Rezensionen wie die oben genannte lese, dann frage ich mich: Was machen die eigentlich alle mit ihrem Computer?
Das frage ich mich schon seit einer ganzen Weile. Genau genommen, seitdem ich mir eines der ersten Netbooks gekauft habe: den Samsung NC10. Ein tolles und ungemein praktisches Gerät, das inzwischen schon in die Jahre gekommen ist, aber mir auf Reisen immer noch ein vollwertiges Büro ersetzt.
Auf diesem Computer habe ich unterwegs meine Übersetzersoftware laufen lassen, Wörterbücher, Mailprogramm, Internet und Office-Programm - letztere sogar mit mehreren Fenstern. Alles gleichzeitig. Ich bin immer wieder mit Alt-Tab von einer Anwendung zur nächsten gesprungen, und nie habe ich bemerkt, dass mein kleiner Netti irgendwo hängt. Sprich: Für jede Art von Büroarbeit und sogar für Multitasking war der NC-10 stets schnell genug.
Und dann habe ich in Rezensionen regelmäßig gelesen: "Fürs Surfen reicht es gerade aus. Aber schon bei einfachen Office-Aufgaben oder wenn man mehr als zwei Fenster auf hat, hängt es."
Also, was zum Teufel machen die anderen mit solchen Rechnern, dass der bei denen schon bei Office-Aufgaben in die Knie geht, während ich munter und flott drauf arbeite? Und noch dazu mit runtergeschaltetem Prozessor - ich kann mich nicht erinnern, dass ich den Samsung je anders als im Sparmodus benutzt habe.
Als ich also gestern wieder mal über diese Frage stolperte, kam mir erstmals eine Antwort in den Sinn. Eine Sache gibt es tatsächlich, die ich seit zehn Jahren anders mache als die meisten anderen Computernutzer.
Vor gut zehn Jahren habe ich Microsoft Wort von meinen Rechnern geschmissen und habe danach erst mal mit Open Office, in letzter Zeit bevorzugt mit Papyrus Autor gearbeitet. Und weil das das einzige ist, was mir an möglichen Unterschieden einfällt, frage ich mich jetzt also: Liegt es etwa daran, wenn andere immer schnellere Rechner brauchen und sich darüber beklagen, dass nicht mal ihre Büroarbeit flüssig läuft, während ich auf denselben Maschinen noch ein halbes Dutzend andere Programme gleichzeitig laufen lasse?
Kann es sein, dass Microsoft Office allein so ressourcenabhängig ist, dass es langsamere Rechner an die Leistungsgrenze bringt?
Keine Ahnung. Ich habe kein neueres MS Office hier, um es auszuprobieren. Tatsache ist nur, an den Dateien, die ich so kriege, merke ich, dass anscheinend die meisten Anwender damit arbeiten. Also wäre es zumindest eine glaubwürdige Erklärung für die so oft gehörten und von mir nicht nachvollziehbaren Klagen.
Ich stelle das einfach mal als Frage in den Raum. Vielleicht kann jemand ja etwas dazu sagen, wenn er auf diese Weise darauf aufmerksam wird und mal ausprobiert, ob das Gefühl der Langsamkeit wirklich am Rechner liegt oder an einer überflüssig trägen Software.
Ich fände es jedenfalls erschreckend, wenn eine einfache Bürosoftware Anforderungen an die Hardware stellt, die schon in die Bereiche führen, die ich aus meiner Perspektive eher den "Powergamern" zuordnen würde.
Mittwoch, 10. September 2014
Kleinigkeiten
Im letzten Posting hatte ich erwähnt, dass ich auf Linux Mint verzichtet hatte, weil mein Drucker dort nicht funktionierte. Eigentlich eine Banalität, aber durchaus typisch: Wie oft entscheidet eine Kleinigkeit darüber, ob eine Sache gut ankommt oder auf dem Müll landet? Und zwar selbst dann, wenn die Sache bis auf diese Kleinigkeit eigentlich perfekt ist und das Problem verglichen mit dem Aufwand, der in all den gelungenen Komponenten steckt, eigentlich winzig ist?
Bei mir zumindest scheint das recht häufig zu passieren.
Das erste Beispiel, das mir einfällt, ist HP: In den 90ern war ich ein großer Fan von HP-Druckern und habe nur bei dieser Firma gekauft. Schon mein zweiter HP-Drucker, der Deskjet 550, wurde meinen Erwartungen nicht ganz gerecht: Er hatte nach kurzer Zeit ein Problem mit dem Papiereinzug.
Diese Enttäuschung habe ich verkraftet. Es gab ein Reparaturset - nur ein Stück rauen Filz und ein Programm, das die Walzen über den Filz zieht und anraut, und schon funktionierte alles wieder. Und ich blieb HP-Fan.
Bis mein nächster Drucker ein Einzugsproblem hatte und es kein Reparaturset gab. Das war nicht toll, aber noch nicht das K.O.-Kriterium. Die Stimmung kippte, als ich erfuhr, dass in den USA für Kunden ein solches Set angeboten wird ... aber nicht in Europa.
Ich fühlte mich von HP verarscht, und habe seither keinen HP-Drucker mehr gekauft. Ein kleines Reparaturset für ein paar Euro ist also der Grund dafür, dass ich seit fast zwanzig Jahren HP-Drucker nicht mal mehr anschaue, wenn ich neue Geräte kaufe - da kann man mal hochrechnen, was diese unternehmerische Entscheidung oder bloße Nachlässigkeit die Firma gekostet hat. Das waren ein paar Euro, die aufs Firmenimage durchgeschlagen haben, und so etwas lässt sich nicht mehr mit ein paar technischen Maßnahmen beheben.
Das neueste Beispiel wären die Browser. Vor ein paar Jahren bin ich schon fast von Firefox auf Chrome umgestiegen. Chrome gefällt mir auch heute noch in jeder Hinsicht besser - bis auf eine Kleinigkeit: Wenn ich im Firefox ein Unterverzeichnis bei meinen Lesezeichen aufklappe, lande ich an der Stelle, wo ich zuletzt ein Lesezeichen angeklickt habe. Bei Chrome lande ich jedes Mal am Anfang der Liste.
Dieser Unterschied hat Chrome letztlich das Genick gebrochen und dazu geführt, dass ich heute immer noch mit Firefox surfe. Ich habe nämlich ein paar Seiten, die ich täglich besuche, in einem recht vollen Lesezeichen-Ordner. Und wenn ich die der Reihe nach aufrufe, nervt es schon sehr, wenn ich jedes Mal endlos bis zum nächsten Punkt auf der Liste scrollen muss, an allen schon abgehandelten Adressen vorbei.
Natürlich könnte ich die Lesezeichen anders sortieren, so dass beispielsweise die häufig besuchten Seiten alle am Anfang des langen Verzeichnisses stehen. Nur, die Praxis zeigt: Im Alltag benutze ich eher das Programm, das zu meinen Gewohnheiten passt, anstatt meine Gewohnheiten einem Programm oder der Technik anzupassen.
Ist das meine persönliche Macke, oder ticken andere genauso? Mitunter frage ich mich, ob andere solche Kleinigkeiten eher grummelnd schlucken, oder ob es ganz normal ist, dass große Entscheidungen letztlich wegen Kleinigkeiten fallen. Tatsache ist jedenfalls, dass Kleinigkeiten mitunter ganz schön nerven können, wenn man nur oft genug darüber stolpert.
Und, ach ja, einen HP-Drucker habe ich doch noch im Haus: den Deskjet 500. Meinen ersten Tintenstrahldrucker, der mich einst zum Fan dieser Marke werden ließ. Der steht im Keller und funktioniert nach über 20 Jahren immer noch. Davon können neuere Modelle der Marke nur träumen.
Manchmal geben Kleinigkeiten halt doch einen treffenden Eindruck vom großen Ganzen.
Bei mir zumindest scheint das recht häufig zu passieren.
Das erste Beispiel, das mir einfällt, ist HP: In den 90ern war ich ein großer Fan von HP-Druckern und habe nur bei dieser Firma gekauft. Schon mein zweiter HP-Drucker, der Deskjet 550, wurde meinen Erwartungen nicht ganz gerecht: Er hatte nach kurzer Zeit ein Problem mit dem Papiereinzug.
Diese Enttäuschung habe ich verkraftet. Es gab ein Reparaturset - nur ein Stück rauen Filz und ein Programm, das die Walzen über den Filz zieht und anraut, und schon funktionierte alles wieder. Und ich blieb HP-Fan.
Bis mein nächster Drucker ein Einzugsproblem hatte und es kein Reparaturset gab. Das war nicht toll, aber noch nicht das K.O.-Kriterium. Die Stimmung kippte, als ich erfuhr, dass in den USA für Kunden ein solches Set angeboten wird ... aber nicht in Europa.
Ich fühlte mich von HP verarscht, und habe seither keinen HP-Drucker mehr gekauft. Ein kleines Reparaturset für ein paar Euro ist also der Grund dafür, dass ich seit fast zwanzig Jahren HP-Drucker nicht mal mehr anschaue, wenn ich neue Geräte kaufe - da kann man mal hochrechnen, was diese unternehmerische Entscheidung oder bloße Nachlässigkeit die Firma gekostet hat. Das waren ein paar Euro, die aufs Firmenimage durchgeschlagen haben, und so etwas lässt sich nicht mehr mit ein paar technischen Maßnahmen beheben.
Das neueste Beispiel wären die Browser. Vor ein paar Jahren bin ich schon fast von Firefox auf Chrome umgestiegen. Chrome gefällt mir auch heute noch in jeder Hinsicht besser - bis auf eine Kleinigkeit: Wenn ich im Firefox ein Unterverzeichnis bei meinen Lesezeichen aufklappe, lande ich an der Stelle, wo ich zuletzt ein Lesezeichen angeklickt habe. Bei Chrome lande ich jedes Mal am Anfang der Liste.
Dieser Unterschied hat Chrome letztlich das Genick gebrochen und dazu geführt, dass ich heute immer noch mit Firefox surfe. Ich habe nämlich ein paar Seiten, die ich täglich besuche, in einem recht vollen Lesezeichen-Ordner. Und wenn ich die der Reihe nach aufrufe, nervt es schon sehr, wenn ich jedes Mal endlos bis zum nächsten Punkt auf der Liste scrollen muss, an allen schon abgehandelten Adressen vorbei.
Natürlich könnte ich die Lesezeichen anders sortieren, so dass beispielsweise die häufig besuchten Seiten alle am Anfang des langen Verzeichnisses stehen. Nur, die Praxis zeigt: Im Alltag benutze ich eher das Programm, das zu meinen Gewohnheiten passt, anstatt meine Gewohnheiten einem Programm oder der Technik anzupassen.
Ist das meine persönliche Macke, oder ticken andere genauso? Mitunter frage ich mich, ob andere solche Kleinigkeiten eher grummelnd schlucken, oder ob es ganz normal ist, dass große Entscheidungen letztlich wegen Kleinigkeiten fallen. Tatsache ist jedenfalls, dass Kleinigkeiten mitunter ganz schön nerven können, wenn man nur oft genug darüber stolpert.
Und, ach ja, einen HP-Drucker habe ich doch noch im Haus: den Deskjet 500. Meinen ersten Tintenstrahldrucker, der mich einst zum Fan dieser Marke werden ließ. Der steht im Keller und funktioniert nach über 20 Jahren immer noch. Davon können neuere Modelle der Marke nur träumen.
Manchmal geben Kleinigkeiten halt doch einen treffenden Eindruck vom großen Ganzen.
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