Wer schon länger in dem Blog liest, hat es vermutlich bereits mitbekommen: In jedem Frühjahr fliehe ich einige Wochen vor der Allergie und verbringe meine Zeit an der Nordsee.
So auch jetzt.
Was mich in den letzten Jahren dabei am meisten gestört hat, war die Anreise. Da hat die Bahn ja alles getan, um deutsche Urlaubsregionen vom eigenen Hinterland abzuschneiden. Und während ich vor einigen Jahren noch vom dörflichen Heimatbahnhof zumindest bis zur Anlegestelle nach Norderney hätte durchfahren können, sind inzwischen mehrere Umstiege nötig, natürlich inklusive hin- und herschleppen meines schweren Schrankkoffers.
Besonders ärgerlich ist das, wenn am Ende der Bahnfahrt noch die Überfahrt mit der letzten Fähre des Tages wartet – geht da auf der Reise nur ein Umstieg schief, ist man buchstäblich an der Küste gestrandet.
Also habe ich es in diesem Jahr ein wenig ruhiger angehen lassen und bin erst einmal in Bensersiel eingekehrt. Hier bin ich nun seit Montag und bleibe erst mal eine Woche, bis ich am Sonntag dann nach Wangerooge weiterfahre. Da trennen mich vom Fähranleger nur noch 20km, und das sollte locker zu schaffen sein ... Genau wie die Anreise schon gelassener verläuft, wenn man nicht zu einer festen Stunde da sein muss.
Donnerstag, 30. April 2009
Nordlandfahrer
Dienstag, 28. April 2009
Wenn Gnome einen Aufstand proben
Es ist so weit. Endlich. Ich habe meinen nächsten Roman abgegeben – »Die Revolution der Gnome«. So lautete jedenfalls der Arbeitstitel. Im Handel stehen wird das Buch ab Sommer unter dem Titel »Der Tag der Messer«, und das wird dem Inhalt vermutlich gerecht. Es ist zwar eine Fortsetzung zu den »Gefährten des Zwielichts«, aber es ist nicht lustig. Ein düsterer Revolutionsroman ... aber wer nähme das schon ernst, wenn Gnome im Titel stünden?
Und wer wüsste schon, dass ich bei der Wahl meines Arbeitstitels an den »Krieg der Molche« von Karel Capek gedacht habe? Das ist zwar eine Satire, aber durchaus mit ernstem Unterton. Und der Vergleich lässt dann auch meinen Arbeitstitel passender zum Buch erscheinen, als die Referenz zum »Gnomenaufstand«, mit der ich selbst immer gern kokettiert habe.
Wie auch immer. Wäre eh keiner drauf gekommen. Jetzt ist der Titel eindeutig ernst.
Nicht lustig war auch die Hektik vor der Abgabe. Aber ist das nicht immer so? Letzten Donnerstag habe ich das Kunststück vollbracht, an einem Tag 24 Stunden zu arbeiten – von morgens acht bis zehn Uhr am Freitagmorgen, mit insgesamt zwei Stunden Pause dazwischen. Die zwei Wochen davor war ich auch schon gut beschäftigt. Aber ich habe in dieser Zeit nicht nur die Korrekturen vom Lektorat eingearbeitet, sondern die Gelegenheit genutzt und das Manuskript auch selbst noch mal komplett gelesen und bearbeiten.
Jetzt liegt es im Satz. Im September kann jeder Leser selbst beurteilen, ob die Mühen sich gelohnt haben. Und ich habe erst mal etwas Ruhe - bis zum nächsten Abgabetermin.
Wenn bis dahin die Molche nicht endgültig die Macht in der Bücherwelt an sich gerissen haben.
Samstag, 28. März 2009
Gandalf ist ein Arschloch ...
Inzwischen sind auch die »Gefährten des Zwielichts« erschienen, mein neuer Roman, in dem eine klassische Fantasy-Queste mal andersrum geschildert wird: Erzählt wird nämlich aus der Sicht der »Bösen«, die sich gegen die Gutwichte behaupten müssen. Wer also schon immer mal wissen wollte, was Goblins und Nachtalben davon halten, dass alle aufrechten Helden sie umbringen und ihr Land verwüsten wollen, der kann das hier nachlesen.Eine Homepage zum Buch habe ich online gestellt, unter www.romanecke.de/zwielicht. Das ist noch eine Beta-Version, bei der die technisch aufwendigeren Teile fehlen. Aber ein wenig mehr über den Roman erfährt man dort schon.
»Gandalf ist ein Arschloch« – Redensart der Orks. Das steht übrigens als Werbespruch auf dem Buchrücken. Und ich konnte schon feststellen, dass der Spruch wirklich funktioniert. Wann immer ich das Buch bislang rumgezeigt hatte, war der Satz für einen Lacher gut und hat Neugier geweckt ... Also, dachte ich mir, genau das richtige für eine Überschrift hier :-)
Trotz des lockeren Spruchs ist das Buch übrigens keine wirkliche Parodie. Es hat seinen Humor, und ein paar satirische Anklänge kann man bei dem Thema nicht vermeiden. Aber dann wird es durchaus auch ernst und düster und tragisch.
Mittwoch, 25. März 2009
Wech ist wech ...
Nun ja. Trotzdem ist der Stress der letzten Tage weg, und plötzlich arbeitet es sich auch viel schneller. Das nutze ich mal, solange es anhält, und melde mich auch hier wieder zu Wort.
Mittwoch, 10. Dezember 2008
Jemand zu Hause?
Zu lesen bekommt man es hoffentlich trotzdem, an anderer Stelle. Und wenn ich wieder Tippkapazitäten frei habe, möchte ich auch wieder den ein oder anderen Blogbeitrag schreiben.
Bis dahin bleibt es hier erst mal ruhig.
Samstag, 12. Juli 2008
Wo kein Rauch ist ...
In den Medien werden derzeit ja allerhand Rauchbomben am Rand dieses gesellschaftlichen Minenfelds abgebrannt: über "Raucherclubs", Probleme bei der Umsetzung, offene Verweigerung ... Aber ich muss sagen, die Wirklichkeit spiegelt das alles nicht wieder - zumal gerade Speisegaststätten, wo Rauchen immer am meisten gestört hat, für all die Ausnahmen eigentlich gar nicht zur Debatte stehen. Wenn ich derzeit ausgehe, erlebe ich jedenfalls nur eines: Rauchfreiheit. Und ich finde es großartig!
Endlich kann man problemlos überall einkehren; man muss sich keine Sorgen machen, dass sich während des Essens plötzlich ein Schornstein an den Nebentisch setzt und den Betrieb aufnimmt ... Überall, wohin ich gehe, herrscht saubere Luft. Mag sein, dass es irgendwo noch diesige Winkel gibt, aber solange man genug rauchfreie Gaststätten findet, soll mir das auch egal sein. Und die gab es vorher nicht, und jetzt überall. Ich fühle mich plötzlich befreit und merke umso stärker, wie eingeschränkt man früher doch durch den allgegenwärtigen Qualm war.
Also, wenn man so will: ein Prost auf das Rauchverbot ;-)
Mittwoch, 2. Juli 2008
Wie nerdige Programmierer Geschäfte verhindern ...
Wer hat es noch nicht erlebt: Verspielt designte Webseiten, bei denen die wichtigen Funktionen nicht funktionieren? Internetangebote, bei denen man zur Nutzung alle Sicherheitseinstellungen abstellen muss; Webshops, bei denen sich die Bestellung nur dann abschließen lässt, wenn man irgendein Applet installiert hat, das man eigentlich gar nicht haben will; Seiten, die so groß sind, dass die Links außerhalb des sichtbaren Bildschirms liegen - und sich auch nicht heranscrollen lassen, weil der programmierende Grafiker anscheinend eine Bildschirmauflösung im Gigapixelbereich hatte und der Ansicht ist, dass jemand mit kleinerem Bildschirm es nicht wert ist, seine geniale Webseite anzuschauen.
Heute habe ich auch noch eine weitere Variante dieser Programmiersünden gesehen: das Werbebanner, das Geschäfte verhindert. Als ich auf der Seite einer Tageszeitung nämlich in den aktuellen Nachrichten geblättert habe, fand ich ausnahmsweise mal eine Werbung, die mich wirklich interessiert hat. Ich hätte mir das Angebot gerne näher angeschaut, aber bitte ohne die aktuelle Seite dabei zu verlassen.
Normalerweise klickt man dann mit der rechten Maustaste den Link in einem neuen Fenster auf - nur: Das war bei diesem Werbebanner nicht möglich. Es war nämlich kein sauberer HTML-Link, sondern ein "verscripteter" Link, der sich nicht über die rechte Maustaste erreichen ließ. Also habe ich zunächst mal die Nachrichten zu Ende gelesen - und bis dahin war die offenbar zeitgesteuerte Werbung weg, und ein neues Banner da. Ich hatte also nichts mehr zum anklicken, und der Anbieter hat sich durch die schlechte Gestaltung seines Werbebanners selbst aus dem Geschäft gekickt, obwohl er tatsächlich einen interessierten Kunden gefunden hatte.
Wie gesagt, solche Dinge passieren einem im Internet immer noch viel zu oft. Diese Mängel entstehen, wenn technikbezogene Freaks statt kundenbezogener Profis die Programmierarbeit leisten. Nur frage ich mich, warum lassen sich Firmen auf so etwas ein? Warum gibt es keine Qualitätskontrolle, die sicherstellt, dass die Produkte der Programmierer auch das tun, wofür die Firma bezahlt hat - nämlich möglichst viele Kunden erreichen und möglichst zum Verkauf der Produkte beitragen? Das wäre nämlich nicht nur fürs Unternehmen gut, sondern würde auch den Kunden viele Nerven sparen. Nur die Webdesigner, die müssten ihrer Online-Spielsucht dann in der unbezahlten Freizeit frönen.