Freitag, 22. Oktober 2010

Halloween-Lesung

Am Sonntag, dem 31.10.2010 lese ich gemeinsam mit Linda Budinger und Joachim Hiltrop in der Stadtbücherei Monheim. Der Eintritt ist frei, es gibt ein kleines Buffet und die ein oder andere Geistergeschichte kann man wohl auch erwarten ;-)
Um 17:30 Uhr geht's los, und wer Zeit und Lust hat, ist herzlich eingeladen.

Eine Ankündigung und auch die Anschrift der Bücherei findet
man unter: www.monheim.de/aktuelles/terminkalender

Möge der große Kürbis euch alle hingeleiten ...

Sonntag, 10. Oktober 2010

Besser zu spät als nie ...

Endlich ist es soweit: Ich habe die abschließende Homepage zum Roman "Lichtbringer" online. Unter www.romanecke.de/lichtbringer/index.html findet man nun Infos zum Buch, zum Autor und vor allem fast 200 Seiten Deleted Scenes. Hat war gedauert, aber dafür kommt auch einiges zusammen ...

Was die Deleted Scenes betrifft: Im Gegensatz zu Filmen werden bei Büchern ja nicht gerade die Action-Szenen geschnitten. Es geht also eher ruhiger zu, Erklärungen, Hintergründe und Infos zum Innenleben der Figuren. Spoiler sind natürlich auch dabei - man sollte also erst lesen, wenn man auch den Roman schon so weit kennt.
Aber allen, die bei der Seite vorbeischauen, wünsche ich viel Spaß beim Stöbern!

Montag, 12. Juli 2010

Endlich Ferien ...

Klingt seltsam, nachdem ich gerade in den letzten Monaten immerzu durch die Gegend gereist bin. Aber tatsächlich hatte ich da immer meine Arbeit dabei - namentlich eine Übersetzung, die ich eigentlich schon Ende April fertig haben wollte, die mich aber getreulich noch überallhin begleitet hat :-(
  Die gute Nachricht: Mitte letzter Woche habe ich sie abgegeben, und nach dem sehr stressigen letzten Halbjahr fühle ich mich jetzt endlich sehr entspannt. Keine drängenden Termine mehr ... wenn auch immer noch genug zu tun.
  Ich habe mir nach der Abgabe erst mal vier computerfreie Tage gegönnt, was sozusagen meine Ferien für dieses Jahr waren. Jetzt werde ich mich allmählich dranbegeben, den ganzen Kleinkram aufzuarbeiten, der in den letzten Monaten liegen geblieben ist. Die Homepages zu meinen Büchern, beispielsweise. Und ich werde schon mal in meine nächsten, anstehenden Aufträge und Projekte einsteigen. Aber, wie gesagt, die knappen Termine liegen erst mal hinter mir, und so kann ich jetzt wenigstens halbwegs entspannt in die heiße Phase des Sommers gehen ...

Mittwoch, 9. Juni 2010

Die Renten-Sparlüge?

Ein Punkt des anstehenden Sparprogramms müsste mir noch erklärt werden. Denn entweder verstehe ich da etwas profund falsch, oder das Wichtigste dazu wurde bisher in keinem mir bekannten Medienbericht richtig dargestellt. Und damit meine ich die Streichung der Rentenversicherung für Hartz-IV-Empfänger.


Die Fakten: Der Staat will nicht mehr die Mindestbeiträge für die Rentenversicherung für Hartz-IVler übernehmen. In allen Zeitungen und Berichten, die ich bisher dazu gelesen habe, wurde diese Maßnahme als Belastung von Hartz-IV-Empfängern dargestellt, die deswegen ja irgendwann weniger Rente bekommen.
  Das wäre dann korrekt, wenn unser Rentensystem ein großes Sparschwein wäre: Man zahlt die Beiträge ein, die werden gesammelt und irgendwann kriegt man von den gesammelten Beiträgen seine Rente ausbezahlt.
  Tatsächlich aber ist unser Rentensystem ein Umlagesystem: Was jetzt von den Erwerbstätigen (und bisher auch vom Staat für die Hartz-IVler) eingezahlt wird, wird sofort an die gegenwärtigen Rentner ausbezahlt. Nichts von dem eingezahlten Geld wird für diejenigen zurückgelegt, die irgendwann daraus einen Rentenanspruch ableiten.
  Die Konsequenzen in Bezug auf die genannte Sparmaßnahme sind gravierend und sollten eigentlich einen ganz anderen Punkt ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken, als bisher überall zu lesen war. Klar, kürzt man den Rentenzuschuss für Hartz-IVler, kriegen die weniger Rente. In 20 Jahren oder so. Vielleicht - denn viele, die heute Hartz IV beziehen, dürften mit ihrer Rente ohnehin nicht über den Grundsicherungsbetrag kommen, und damit ist für diesen Personenkreis die Rentenkürzung auch ziemlich egal. Auf gut Deutsch gesagt: Wann und wie sehr und wie viele Hartz-IVler irgendwann mal, wenn sie Rentner werden, von dieser Kürzung betroffen sind, das steht erst mal in den Sternen.
  Was allerdings sofort passiert: Das Geld, was der Staat bisher für alle Hartz-IVler in die Rentenkasse einbezahlt, das fehlt. Es fehlt sofort. Und, wie oben festgestellt: Das Geld in der Rentenkasse wird ja nicht erst mal beiseitegelegt, sondern davon werden die jetzigen Renten bezahlt. Und an den Ansprüchen der derzeitigen Rentner ändert sich nichts, egal was mit den Ansprüchen der Hartz-IV-Empfänger in Zukunft passieren wird.
  Also, auf den Punkt gebracht, wenn ich mir diese Regelung in den Sparbeschlüssen ansehe, dann sehe ich nicht in erster Linie eine Belastung für Hartz-IV-Empfänger durch in Zukunft geringere Renten. Ich sehe jetzt sofort weniger Einnahmen für die Rentenkasse bei jetzt sofort unveränderten Ausgaben.


Seltsamerweise habe ich davon bisher noch in keinem Pressebericht gelesen. Wenn ich das richtig sehe, dann führt nämlich die Kürzung des Rentenzuschusses für Hartz-IVler zuallererst in absehbarer Zeit zu einer Erhöhung des Rentenbeitrags für normale Versicherungspflichtige. Denn irgendwo muss die Rentenkasse das Geld, das sie immer noch ausgibt, und das der Staat ihr nicht mehr gibt, ja herholen. Und damit wäre dieser Teil der Sparmaßnahme nicht vor allem eine Belastung für Hartz-IV-Empfänger, wie überall dargestellt, sondern insbesondere für den ganzen Kreis der normalen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
  Oder die Bundesregierung gleicht die Lücken durch einen höheren Steuerzuschuss aus - dann aber würde der Staat durch diesen Punkt des Sparprogramms gar nichts sparen, sondern die Transferleistung nur vom einen Ort zum Nächsten verlagern.
  Also, meine Frage jetzt, wenn sie jemand beantworten kann: Hat da tatsächlich alle Welt etwas übersehen und schlichtweg vergessen, dass die Rente ein Umlagesystem ist, und wird darum überall eine Sparmaßnahme fälschlich als auf Hartz-IV-Empfänger begrenzt verkauft, die tatsächlich vor allem den werktätigen Normalbürger treffen wird? Ist diese Kürzung nichts weiter als eine erste Billardkugel, die über das nächste Rentenkassendefizit automatisch die nächste Beitragserhöhung anstößt, die man auf diese Weise unauffällig an den normalen Durchschnittswähler weiterleiten kann, ohne dass er sie noch als den ihm abverlangten Teil des Sparprogramms erkennt? Oder übersehe ich etwas und es ist tatsächlich so, dass da echtes Geld gespart werden kann und nur die Hartz-IV-Empfänger das als Rentner zurückbezahlen sollen?

Freitag, 4. Juni 2010

The T-Rex way to success

Ratgeber- und Coaching-Literatur findet ja immer ihre Abnehmer. Aber, mal im Ernst: Warum sollte man Tipps von Typen anhören, die so aussehen, als hätte man sie in ihrem Anzug mitgebügelt? Oder von Schmalspur-Esoterikern, die glauben, eine Erkenntnis würde dadurch wahrer, dass man sie nur oft genug wiederholt?
  Nein, wer Erfolg haben will, der sollte vom Besten lernen. Und was wäre ein beeindruckenderes Vorbild als der Tyrannosaurus Rex? Im Folgenden habe ich für Sie darum die Erfolgrezepte des T-Rex zusammengestellt, die unweigerlich den Drive für eine rasante Karriere geben:


1. Immer Rumbrüllen und Zähnezeigen - damit macht man am besten deutlich, wer das Alphatier ist oder zumindest sein sollte.
2. Treten sie entschlossen auf, den Kopf immer nach vorne gereckt, und walzen Sie jeden nieder, der Ihnen im Weg ist.
3. Denken Sie daran, dass Ihr Schwanz Ihnen das Gleichgewicht verleiht - also, immer hoch erhoben und beweglich halten.
4. Betreten sie keinen Raum keine Lichtung ohne das donnernde, streitlustige Brüllen, das Ihre Kontrahenten vor Schreck erstarren lässt.
5. Wenn sich in Ihrer Gegenwart jemand bewegt, ist er BEUTE. Zerreißen Sie ihn!
6. Wenn jemand sich von Ihnen abwendet, ihnen ausweicht oder sich vor Ihnen versteckt, ist er BEUTE. Zerreißen Sie ihn!
7. Wenn jemand in Ihrer Gegenwart das Maul aufreißt, ist er ein RIVALE! Zerreißen Sie ihn - wenn er kleiner ist als Sie.
8. Halten Sie sich stets in der Nähe großer Tiere. Wenn diese straucheln, sind sie BESONDERS FETTE BEUTE! Sichern Sie sich dann die fettesten Filetstücke, aber warten Sie, bis ein anderer sich vorher vergewissert hat, dass das große Tier tatsächlich gestürzt und wehrlos ist. Denken Sie daran: Der große T-Rex kann sich Gelassenheit erlauben und die kleineren Aasfresser später immer noch vertreiben.
9. Scheißen Sie auf kleinere Tiere.
10. Setzen Sie Duftmarken, vor allem in der Nähe von Rivalen. Nutzen Sie jede Gelegenheit, denen ans Bein zu pissen.
11. Hüten Sie sich vor echter Arbeit! Damit erreichen Sie nichts, was Sie nicht durch dominantes Auftreten und ein blitzendes Lächeln besser erreichen könnten. Deshalb eignen Ihre dünnen Ärmchen sich auch nur zur Zahnpflege und zum Krawattenbinden.


Der T-Rex ist ausgestorben. Aber seine Lebensregeln sind so einfach, dass auch Sie ihnen folgen können. Also, machen Sie T-Rex stolz und erreichen Sie Ihre Ziele. Und vergessen Sie auch nicht:


12. Wenn jemand Einwände gegen diese Ihre stolzen Verhaltensweisen hat, so ist er ein Fressfeind. Suchen Sie schleunigst das Weite und lassen Sie sich nicht auf eine Beißerei mit ihm ein. Suchen Sie sich stattdessen ein paar Artgenosse, und mit denen kehren Sie zurück und hetzen den Frechling. Schnappen Sie mit Zähnen und Klauen nach ihm und bringen Sie ihn gemeinsam zu Fall, und dann zerreißen Sie ihn. Das wiederholen Sie so lange, bis niemand mehr da ist, der ihre Verhaltensweise in Frage zu stellen wagt. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass in Ihrem Lebensraum bald nur noch T-Rex und Beute zu finden sind und niemand mehr, der für einen schädlichen Klimawandel sorgen könnte.
  Denn der "T-Rex way to sucess" hat für jede Schwierigkeit die richtige Lösung parat.

Sonntag, 23. Mai 2010

Lichtbringer erschienen ... irgendwie

Wenn ich mich in letzter Zeit hier nicht melde, liegt das nicht daran, dass ich in der Türkei keine Internetanbindung hätte (so gut diese Ausrede auch wäre). Es ist auch nicht so, dass ich gar nichts zu berichten hätte - vielmehr habe ich einfach zu viel Arbeit mitgenommen und damit alle Hände voll zu tun.
Und immerhin ist das ja auch kein Urlaubserlebnisblog, und die ein oder andere Anekdote, die ich in letzter Zeit zu erzählen gehabt hätte, hat auch nichts mit Literatur zu tun, weswegen dem Blog zumindest nichts Gehaltvolles verloren geht.

Im weitesten Sinne mit Literatur zu tun hat allerdings eine Meldung, die mich aus der Heimat erreicht: Dort sind wohl die Belegexemplare für "Lichtbringer" inzwischen eingetroffen - den dritten Roman aus der Geschichte der "Finstervölker", über den ich unten im Blog schon mehr geschrieben habe. Und oben mehr schreiben werde, wenn ich zurück bin.
Wie auch immer: Da mich die Belegexemplare selten erreichen, bevor das Buch auch an den Handel ausgeliefert wird, kann man wohl davon ausgehen, dass der Roman jetzt erhältlich ist oder in allernächster Zeit erhältlich sein wird. Bei Amazon seh ich noch nichts, aber vielleicht liegt er anderswo ja schon rum ;-)
Ich bin jedenfalls auch schon gespannt, wenn ich das Buch zu sehen bekomme ...

Montag, 3. Mai 2010

Wenn einer eine Reise tut ...

Es ist mal wieder so weit: Ich ziehe mich für einen Monat ans Meer zurück, um der Allergie zu entkommen. Diesmal allerdings ist es nicht die Nordsee, sondern das beschauliche Dorf Patara in der Türkei.
In der letzten Woche gab es ja noch Aufregung um die Reise und ich dachte mir: »Meine Güte, da fliegt man einmal weg, und ausgerechnet dann geht gleich ein ganzer Vulkan hoch.«
Wenn das mal nicht übertrieben ist, da fühlt man sich doch fast persönlich verfolgt.

Aber, wie auch immer, es hat mich dann ja nicht getroffen. Der Luftraum ist wieder frei, und wie es aussieht auch die Nachwirkungen überwunden (auch wenn der Flieger beim Check-in schon recht voll wirkte). Wie es aussieht, komme ich allerdings planmäßig weg, und ab heute Abend kann ich mich dann aus der Ferne melden.
Wenn ich das kann. Wenn es im nächsten Monat hier also leer bleibt, habe ich doch kein Internet zwischen den antiken Ruinen, und ausnahmsweise mal eine gute Ausrede für mein Schweigen.

Mittwoch, 21. April 2010

Preview »Lichtbringer«

Im Juni soll er offiziell erscheinen - »Lichtbringer«, der dritte und letzte Teil meiner Geschichte der Finstervölker. Er wird also wohl schon im Mai in den Buchhandlungen liegen, und im Mai bin ich weg. Ich habe mich also entschlossen, weil sich die fertige Homepage dadurch etwas verzögern wird, schon mal eine Vorschauseite für den Roman online zu bringen.

In der "Romanecke" findet der interessierte Leser jetzt schon mal eine kurze Inhaltsangabe zum Buch. Viel Spaß beim schauen!

»Lichtbringer« ist der Nachfolgeband der »Gefährten des Zwielichts« und vom »Tag der Messer«, aber wie zuvor schon ist es ein eigenständiger Roman, den man auch ohne Kenntnis der beiden vorangegangenen Bücher lesen kann. Weiteres dazu folgt dann im Juni, wenn der Roman erschienen ist.

Montag, 12. April 2010

Der Ul-Qoma-Simulator

Gerade habe ich die Übersetzung des neusten Mieville-Romans lektoriert, »Die Stadt und die Stadt«. Darin geht es um einen Kriminalfall in zwei unterschiedlichen Städten und Staaten, die sich rein physikalisch denselben Raum teilen und sich dementsprechend überlagern. Doch so viel nur zu Erklärung, denn eigentlich wollte ich etwas anderes ansprechen.
  Was ich in dem Buch nämlich besonders lustig fand, war die Erwähnung eines »Ul-Qoma-Simulaturs«. Ul Qoma ist eine der beiden Städte im Roman, und in diesem Simulator konnte man sie virtuell aufsuchen. Was mich gleich auf die Idee gebracht hat, ob sich so etwas nicht in der Realität umsetzen ließe - nämlich als Computerspiel, das sich an Mievilles Setting anlehnt.


Ich stelle mir das reizvoll vor. Der Spieler streift durch die Stadt und muss, ganz wie im Buch, einen Kriminalfall lösen. Dabei besucht er Leute und Orte, und alles, was zu der Stadt gehört, in der er sich gerade befindet, ist ein wenig hervorgehoben, die fremde Stadt ein wenig »unscharf«. Dabei kann der Spieler zunächst in der einen Stadt ermitteln, dann in der anderen - wenn er aber jemals seine Stadt »verlässt« und illegal einen Ort aufsucht, eine Person befragt, die eigentlich nicht in seiner Stadt ist, dann ist das Spiel vorbei, oder er verliert ein Leben oder was auch immer ...
  Es ginge also nicht nur darum, den Fall zu lösen, sondern zugleich müsste man immer noch gut auf seine Umgebung aufpassen, um keine Fehler zu machen, keinen Fehlgriff. Und die eigentliche Lösung des Spiels könnte man dann im »Dazwischen« ansiedeln - an Orten und mit Personen, die sich zwischen den Städten verstecken und immer so tun, als gehörten sie in die andere.
  Die wirklich wichtigen Lösungsansätze wären somit in beiden Städten »unscharf«, und im Zuge seiner Ermittlungen müsste der Spieler genau diese Elemente aufspüren. Es ginge dann darum, herauszufinden, in welcher Stadt sich die getarnen Elemente in Wahrheit befinden, damit man ihrer habhaft werden kann.
  So oder so ähnlich stelle ich mir das jedenfalls vor.


Ein Ul-Qoma- und Beszel-Simulator gleichzeitig also, für den heimischen Computer, auf dem man die Geheimnisse beider Städte erkunden kann und Mievilles Konzept auch virtuell ausreizen.
  Vielleicht wird das ja irgendwann einmal umgesetzt ;-)

Dienstag, 6. April 2010

RPC und Award

Was Neues zu den »Gefährten des Zwielichts« - die wurden nämlich für den »RPC-Award« nominiert, und wer will, der kann jetzt noch dort vorbeischauen und seine Stimme dafür abgeben (oder auch für einen anderen Titel seiner Wahl - aber das sehen wir hier nicht so gern ;-) ): <Link>


Der RPC-Award ist ein Gemeinschaftsprojekt der RPC und der Computerspiele-Zeitschrift Games Orbit. Da hoffe ich jetzt natürlich, dass nicht nur Computerspieler ihre Stimme abgeben, denn ein »Roman zum Spiel« ist auch unter den Nominierten.


Die »RPC« ist übrigens eine Veranstaltung zu Rollenspiel und Fantasy und findet Mitte des Monats auf dem Kölner Messegelände statt. Ein wenig Rollenspiel, viel Computerspiel und auch viele sonstige Angebote rings ums Thema - Kostüme, Workshops, ein kleiner Mittelaltermarkt ...
  Ich selbst bin wieder mit einer Lesung vertreten, am Samstag dem 17.4. ab 11:00 Uhr im Lesecafe am Werkzeugs-Stand. Jetzt, wo die »Gefährten« auf dem Con nominiert sind, werde ich wohl auch daraus noch etwas lesen, und aus den »Messern«. Vielleicht ist schon ein Preview zum neuen »Lichtbringer« drin.
  Wer am 17. also in Köln ist - wir sehen und hören uns hoffentlich im Lesecafe!

Montag, 5. April 2010

Ein Wort zu Ostern

Heute in der Tageszeitung konnte ich, passend zu den Feiertagen, von einem derzeit aktuellen theologischen Streit lesen: War die Passion Christi ein Opfertod, durch den die Menschen von der Sünde gereinigt wurden, oder ist diese Anschauung ein zeitbedingter, von Menschen in die Religion eingebrachter Atavismus, eine Relativierung der göttlichen Liebe gar, da Gott natürlich kein solches Opfer braucht und das Schicksal seines Sohnes somit einzig als Zeichen seiner Hingabe an die Menschheit zu verstehen ist?


Nun, meine Meinung ist: Man kann sehr gut an der klassischen Deutung festhalten, wenn man sie schlichtweg symbolisch versteht. Was prinzipiell bei biblischen Inhalten nicht ungewöhnlich wäre.
  Denn die »Erbsünde« ist ja nichts anderes als die Frucht vom Baum der Erkenntnis, die Fähigkeit, selbstständig Gut und Böse zu unterscheiden und damit eine Abwendung vom kindlich-naiven Urvertrauen in höhere, »elterliche« Autoritäten und speziell in Gott. Jesus hingegen steht historisch betrachtet für den Durchbruch der Offenbahrungsreligion, in der das Wort mehr zählt als die eigene Erkenntnis - was in der Tat eine Überwindung dieser Ursünde darstellt und die Rückkehr zum blinden Vertrauen in das göttliche Wort.
  Die Passionsgeschichte stellt diesen Vorgang besonders pointiert dar. Denn Jesus folgt dabei vertrauensvoll dem von Gott vorgegebenen Schicksal, bis in den Tod - und ohne den Sinn dahinter zu erkennen, wie in seinen letzten Worten zum Ausdruck kommt.


Ob man den Übergang von der »Erkenntnis« zum »Glauben«, vom selbsterkennenden und selbstbestimmenden Individuum mit eigener Sinngebung zum geführten, vertrauenden Menschen, nun als erstrebenswert oder als eine Fehlentwicklung ansieht - die Deutung von Jesu Tod als »Überwindung der Erbsünde« wirkt nach dieser Betrachtung im Gesamtkontext jedenfalls stimmig und wird durchaus auch einem modernen Blick auf die Religionsgeschichte gerecht.
  Womöglich wussten die Autoren der Bibel an dieser Stelle also doch ganz genau, was sie gesagt haben, und waren keinesfalls nur in mystisch-archaischem Opferdenken gefangen, sondern sehr wohl in der Lage, eine zeitlose Wahrheit über den Glauben und den Kern der Offenbarungsreligion zu tätigen.

Dienstag, 23. Februar 2010

Kein Kommentar

Dem ein oder anderen ist es vielleicht noch nicht aufgefallen: Ich habe die Kommentarmöglichkeiten in meinem Blog eingeschränkt. Zuerst habe ich die Moderation für ältere Beiträge eingeschaltet und inzwischen auch die Captchas aktiviert. Ich entschuldige mich für die Unbequemlichkeit.
  Leider ist mein Blog inzwischen von Spammern entdeckt worden, nachdem es lange ruhig geblieben ist. Ich dachte, mit dem Freischalten werde ich sie wieder los - denn sie haben ja nichts von ihrem Spam, wenn er nie zu lesen ist, und natürlich schalte ich den nicht frei. Aber Spammer haben keine Qualitätskontrolle, wie sich gezeigt hat, und sie schrieben munter weiter die Kommentarfelder voll. Auf Dauer hat es mich dann genervt, die Benachrichtigungen zu ignorieren, darum also jetzt die technische Lösung.
  Ich behalte das Problem im Auge und hoffe, dass der Kommentarspammer mein Blog wieder von seiner Liste nimmt, wenn er merkt, dass seine Maschinen nichts mehr eintragen können. Wenn das geschieht, nehme ich auch den lästigen Captcha wieder raus.

Montag, 8. Februar 2010

Endlich wieder Licht

Die letzten Monate über sah es hier im Blog ja eher düster aus. Das lag daran, dass ich eifrig am dritten Teil meiner Geschichte der Finstervölker gearbeitet habe - an dem »Lichtbringer«. Vom Winter habe ich in diesem Jahr also nicht so viel mitbekommen. Die meiste Zeit über saß ich, passend zum Ambiente, in finsteren Winkeln und habe geschrieben. Bevorzugt natürlich nachts. Ich habe allerdings gehört, es soll geschneit haben?
  Nun bin ich erst mal fertig, das letzte Kapitel ist abgegeben und nach 830 geschriebenen und 120 gekürzten Seiten überlege ich, beim nächsten Mal vielleicht etwas kürzeres in Angriff zu nehmen. Aber wer will heutzutage in der Fantasy noch kurze, geradlinige Abenteuergeschichten lesen? Ich denke darüber nach ...
  Bis dahin, neben alltäglichen Übersetzungen und Lektoraten, muss ich mich nun um die liegen gebliebenen Altlasten kümmern. Mein Eremitenbart ist inzwischen abgeschnitten. Das Blog wiederbelebt. Und, da war doch noch was ... Ach ja, die Deleted Scenes zum »Tag der Messer«. Die nehme ich als nächstes in Angriff und stelle sie online, bevor der nächste Band erscheint. Ganz bestimmt!
  Ich gebe hier Bescheid, wenn es so weit ist.